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Saarland: 287 Millionen Euro für Beamtenbesoldung

· Redaktion
Saarland Besoldung Nachzahlung Haushalt

Der saarländische Landtag hat am 28. Oktober in erster Lesung einem Nachtragshaushalt zugestimmt – Haupttreiber ist die steigende Beamtenbesoldung. Rund 38.000 Beamtinnen, Beamte und Versorgungsempfänger bekommen mehr Geld; für 2026 und 2027 rechnet das Land mit knapp 287 Millionen Euro Mehrausgaben.

287 Millionen Euro für Besoldung und Nachzahlungen

Der Entwurf sieht für 2026/27 zusätzliche Ausgaben von knapp 287 Millionen Euro vor: 215,5 Millionen für Nachzahlungen an Beamtinnen, Beamte und Versorgungsempfänger für die Jahre 2023 bis 2026 und 66,7 Millionen für die höheren Bezüge ab 2027. Das Gesamtvolumen des Haushalts steigt auf 6,79 Milliarden Euro (2026) und 6,82 Milliarden Euro (2027).

Ursache ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom September 2025 zur amtsangemessenen Alimentation. Die saarländische Besoldungsstruktur wird deshalb neu berechnet und fällt über alle Besoldungsgruppen hinweg durchschnittlich 4,1 Prozent höher aus – es handelt sich nicht um eine lineare Übertragung des Tarifergebnisses. Zahlen und Hintergrunde: Saarland: 4,1 % mehr Besoldung, Nachzahlungen ab 2023. Die aktuellen Tabellen stehen in der Übersicht über die Besoldungstabellen.

Höhere Schuldenobergrenze statt Einsparungen

Finanziert wird der Aufwand überwiegend über Kredite: Die erlaubte Kreditaufnahme steigt von je 175 Millionen auf 304 Millionen Euro (2026) und 320 Millionen Euro (2027). Finanzminister Jakob von Weizäcker (SPD) erwartet für den Doppelhaushalt 2026/27 außerdem Einnahmeausfälle von 144 Millionen Euro und mahnt: „Wir werden den Euro noch einmal mehr umdrehen müssen“, damit konsumptive Ausgaben die investiven nicht verdrängen. Die CDU will prüfen lassen, ob eine bestehende Versorgungsrücklage für die Erhöhungen genutzt werden darf, und fordert außerdem Kürzungen ungenutzter Ansätze sowie Einsparungen aus unbesetzten Beamtenstellen.

Was bedeutet das für die saarländischen Beamten?

Die Erhöhungen hat der Landtag vor dem Nachtragshaushalt bereits beschlossen: höhere Bezüge mit Nachzahlungen ab 2023, strukturell mehr ab 2027. Von den rund 16.700 Beamtinnen und Beamten des Landes sind etwa 8.600 Lehrkräfte und 2.700 Polizistinnen und Polizisten betroffen. So verlaufen die Besoldungsrunden in den anderen Bundesländern: Tarifrunden übersicht.

Quellen