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TV-L Aktuell

Tarifrunde TV-L 2015

Laufzeit

01.01.2015 – 31.12.2016 (24 Monate)

Tarifeinigung

28.03.2015

Beschäftigte

650.000

Entgelterhöhungen

2016 +2,300 % mind. 75,00 € Entgelterhöhung 2016: +2,3% mindestens 75 €
2015 +2,100 % Entgelterhöhung 2015: +2,1%

Chronologie

Sonstiges

Grundtabelle TV-L 2014 ab Inkrafttreten am 01.01.2014

Die folgende Übersicht zeigt die monatlichen Entgelte der Grundtabelle des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst in Ländern und Kommunen (TV-L) 2014 mit Wirkung vom 01.01.2014. Die Beträge sind in Euro angegeben und unterteilt nach Entgeltgruppen sowie Stufen. Entgeltgruppe E 15Ü: Stufe 1: 5076.52; Stufe 2: 5634.77; Stufe 3: 6164.55; Stufe 4: 6512.05; Stufe 5: 6597.50. Entgeltgruppe E 15: Stufe 1: 4034.04; Stufe 2: 4472.68; Stufe 3: 4637.88; Stufe 4: 5224.63; Stufe 5: 5668.97. Entgeltgruppe E 14: Stufe 1: 3652.39; Stufe 2: 4051.13; Stufe 3: 4284.69; Stufe 4: 4637.88; Stufe 5: 5179.05. Entgeltgruppe E 13Ü: Stufe 1: 3737.83; Stufe 2: 3937.21; Stufe 3: 4284.69; Stufe 4: 4637.88; Stufe 5: 5179.05. Entgeltgruppe E 13: Stufe 1: 3367.56; Stufe 2: 3737.83; Stufe 3: 3937.21; Stufe 4: 4324.57; Stufe 5: 4860.04. Entgeltgruppe E 12: Stufe 1: 3020.06; Stufe 2: 3350.46; Stufe 3: 3817.57; Stufe 4: 4227.73; Stufe 5: 4757.50. Entgeltgruppe E 11: Stufe 1: 2917.52; Stufe 2: 3230.84; Stufe 3: 3464.39; Stufe 4: 3817.57; Stufe 5: 4330.27. Entgeltgruppe E 10: Stufe 1: 2809.29; Stufe 2: 3116.90; Stufe 3: 3350.46; Stufe 4: 3584.02; Stufe 5: 4028.36. Entgeltgruppe E 9: Stufe 1: 2484.57; Stufe 2: 2752.31; Stufe 3: 2889.04; Stufe 4: 3265.01; Stufe 5: 3561.24. Entgeltgruppe E 8: Stufe 1: 2325.07; Stufe 2: 2575.73; Stufe 3: 2689.65; Stufe 4: 2797.89; Stufe 5: 2917.52; Stufe 6: 2991.58. Entgeltgruppe E 7: Stufe 1: 2176.96; Stufe 2: 2410.52; Stufe 3: 2564.33; Stufe 4: 2678.26; Stufe 5: 2769.42; Stufe 6: 2849.15. Entgeltgruppe E 6: Stufe 1: 2137.09; Stufe 2: 2364.95; Stufe 3: 2478.88; Stufe 4: 2592.82; Stufe 5: 2666.87; Stufe 6: 2746.61. Entgeltgruppe E 5: Stufe 1: 2045.94; Stufe 2: 2262.41; Stufe 3: 2376.35; Stufe 4: 2484.57; Stufe 5: 2570.03; Stufe 6: 2626.99. Entgeltgruppe E 4: Stufe 1: 1943.40; Stufe 2: 2154.19; Stufe 3: 2296.59; Stufe 4: 2376.35; Stufe 5: 2456.10; Stufe 6: 2507.36. Entgeltgruppe E 3: Stufe 1: 1914.92; Stufe 2: 2120.00; Stufe 3: 2176.96; Stufe 4: 2268.11; Stufe 5: 2342.16; Stufe 6: 2404.82. Entgeltgruppe E 2Ü: Stufe 1: 1829.47; Stufe 2: 2023.15; Stufe 3: 2097.22; Stufe 4: 2188.37; Stufe 5: 2251.03; Stufe 6: 2302.28. Entgeltgruppe E 2: Stufe 1: 1766.81; Stufe 2: 1954.79; Stufe 3: 2011.77; Stufe 4: 2068.73; Stufe 5: 2199.75; Stufe 6: 2336.47. Entgeltgruppe E 1: Stufe 1: 1573.13; Stufe 2: 1601.60; Stufe 3: 1635.78; Stufe 4: 1669.97; Stufe 5: 1755.42.

Pressemitteilung

Gewerkschaften legen ihre Forderungen für die Tarifrunde TV-L 2015 vor

Die Gewerkschaften haben ihre Ansprüche für die laufende Runde veröffentlicht. Dazu zählen eine flächige Erhöhung um 5,5 % mit einer Untergrenze von 175 €, eine Vertragslaufzeit von zwölf Monaten, eine Pauschalsteigerung der Ausbildungsvergütungen um 100 € sowie die Verlängerung des Urlaubsanspruchs für Azubis von 27 auf 30 Tage. Eine Beispielberechnung basiert auf der Forderung vom 18.12.2014 (gültig ab 01.01.2015 bis 31.12.2015) unter Nutzung des Rechners und der Analyse für 2015. Der Arbeitgeberverband, repräsentiert durch die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), wies die Anforderungen wie vorhersehbar zurück. Jens Bullerjahn, Vorsitzender der TdL und Finanzminister von Sachsen-Anhalt, äußerte Kritik: Angesichts einer aktuellen Inflationsrate von 0,6 % fehle es den Gewerkschaftsvertretern jeglicher Realitätsnähe. Verlinkt wurden zudem Pressemitteilungen von ver.di, GEW, dbb und der TdL.

Sonstiges

Auswirkungen der Gewerkschaftsforderung auf die Struktur der Entgelttabelle TV-L

Die Forderung der Gewerkschaften nach einer Steigerung um 5,5 % beziehungsweise mindestens 175 € hätte zur Folge, dass in nur 28 Tabellenpositionen prozentual genau 5,5 % zugelegt würde; in den übrigen 54 Fällen käme es zu einer Festzusage von 175 €. Die Verteilung zeigt folgende Werte je Stufe (E): E 15 (+5,50 % bis +5,50 %), E 14 (+5,50 % bis +5,50 %), E 13 (+5,50 % bis +5,50 %), E 12 (+5,79 %, +5,50 %, +5,50 %, +5,50 %, +5,50 %), E 11 (+6,00 %, +5,50 %, +5,50 %, +5,50 %, +5,50 %), E 10 (+6,23 %, +5,61 %, +5,50 %, +5,50 %, +5,50 %), E 9 (+7,04 %, +6,36 %, +6,06 %, +5,50 %, +5,50 %), E 8 (+7,53 %, +6,79 %, +6,51 %, +6,25 %, +6,00 %, +5,85 %), E 7 (+8,04 %, +7,26 %, +6,82 %, +6,53 %, +6,32 %, +6,14 %), E 6 (+8,19 %, +7,40 %, +7,06 %, +6,75 %, +6,56 %, +6,37 %), E 5 (+8,55 %, +7,73 %, +7,36 %, +7,04 %, +6,81 %, +6,66 %), E 4 (+9,01 %, +8,12 %, +7,62 %, +7,36 %, +7,13 %, +6,98 %), E 3 (+9,14 %, +8,25 %, +8,04 %, +7,72 %, +7,47 %, +7,28 %), E 2 (+9,91 %, +8,95 %, +8,70 %, +8,46 %, +7,96 %, +7,49 %) sowie E 1 (+11,12 %, +10,93 %, +10,70 %, +10,48 %, +9,97 %). In den markierten Feldern greift der Mindestbetrag nicht. Die Vorschläge würden dazu führen, dass das vertikale Spannungsverhältnis der Tabelle von 307 % im Jahr 2014 auf 295 % im Jahr 2015 sinkt. Zum Vergleich: In der Basistabelle des TV-L 2006 lag dieser Wert noch bei 316 %. Im ersten Bundesbesoldungsgesetz von 1957, welches diese Relation zwischen Laufbahngruppen gesetzlich fixierte, betrug sie sogar 495 %. Dieses Verhältnis misst grundsätzlich die Anreizwirkung höherer Einstufungen und dient als Indikator für finanzielle Leistungsmotive innerhalb des Vergütungssystems.

Streik

Führungskräfte von ver.di und Beamtenbund bestätigen vor Beginn der Verhandlungen die Forderungen vom 18. Dezember

Bevor die Tarifgespräche am Montag starteten, bestätigten sowohl die Leitungsebene von ver.di als auch jene des Beamtenbundes die am 18.12. vorgelegte Forderungslinie. Zudem wurde die Möglichkeit von Arbeitskampfmaßnahmen angedeutet.

Verhandlung

Willi Russ relativiert im Interview mit der Stuttgarter Zeitung die offizielle Forderung des Beamtenbundes

In einem Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung ordnete Willi Russ, der Verhandlungsführer des Beamtenbundes, die formulierte Tarifforderung ein: „Wir richten uns maßgeblich nach unserem erfolgreichen Abschluss mit Bund und Kommunen im vergangenen Jahr. Die dort erreichten 5,4 Prozent dienen als Orientierungsgröße. Unsere Mitglieder in den Ländern erkennen derzeit einen durchschnittlichen Rückstand von 3,9 Prozent bei ihren Bezügen gegenüber den Beschäftigten in Bund und Kommunen, der seit dem 1. März besteht. Einen konfliktfreien Verlauf der Runde kann ich jedoch nicht garantieren.“

Quelle
Verhandlung

Erster Verhandlungstag der Tarifrunde TV-L 2015 endet ergebnislos

Der erste Tag der Tarifverhandlungen für den TV-L 2015 schloss am frühen Nachmittag ohne ein vereinbartes Ergebnis. Laut Angaben aus dem Umfeld der Gespräche lagen die Positionen insbesondere hinsichtlich der geforderten linearen Entgeltsteigerung um +5,5 % weiterhin deutlich auseinander.

Verhandlung

Start der zweiten Verhandlungsrunde zur Tarifrunde TV-L 2015 in Potsdam

Heute begann in Potsdam die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den TV-L 2015. Nach Angaben von Willi Russ, dem Verhandlungsführer des Beamtenbundes, streben die Gewerkschaften ein Ergebnis an, das besser ausfällt als die erst gestern festgelegte lineare Entgeltherhöhung von 3,4 % in der Metall- und Elektroindustrie.

Streik

Zweiter Tag der zweiten Verhandlungsrunde ohne Ergebnis beendet; Streitpunkt betriebliche Altersvorsorge

Auch der zweite Sitzungstag der zweiten Verhandlungsrunde endete ohne einen Abschluss. Als Hauptgrund für das Scheitern wurden erhebliche Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der beamtenrechtlichen Versorgung (VBL) genannt. Frank Bsirske von ver.di erklärte dazu: „Die Arbeitgeber haben kein Gehaltsangebot gemacht und fordern stattdessen Kürzungen bei der betrieblichen Vorsorge.“ Für die folgende Woche machten die Gewerkschaften weitere Warnstreiks geltend.

Streik

ver.di mobilisiert bundesweit für Warnstreiks in verschiedenen Bereichen der Landesverwaltung

Die Gewerkschaft ver.di ruft in sämtlichen deutschen Bundesländern zu Warnstreiks auf. Betroffen sind insbesondere Beschäftigte aus den Bereichen Straßenmeisterei, Küstenschutz, Universitätskliniken, Hochschulen sowie Statistikämter und weiteren Abteilungen der Landesverwaltungen.

Streik

ver.di-Vorsitzender Bsirske warnt am Vorabend der dritten Runde bei Scheitern vor Eskalation und großen Streiks

Am Tag vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde drohte ver.di-Chef Bsirske damit, dass es im Falle eines Misserfolgs zu einer Verschärfung der Lage kommen werde. Er kündigte dabei Arbeitsniederlegungen an, an denen deutlich mehr als 100.000 Beschäftigte teilnehmen könnten.

Streik

Dritte Verhandlungsrunde startet in Potsdam unter Begleitung von Warnstreiks; Dauer voraussichtlich zwei bis drei Tage

In Potsdam hat heute die dritte Verhandlungsrunde begonnen, die von Warnstreiks begleitet wird. Sie soll mindestens zwei, möglicherweise aber auch drei Tage dauern. Gegen Abend gaben sowohl Arbeitgeber als auch Gewerkschaften an, keine Informationen zum aktuellen Stand der Gespräche preiszugeben. Ob bereits ein Angebot seitens der Arbeitgeberschaft vorliegt, ist daher derzeit unklar.

Einigung

Dritte Verhandlungsrunde stockt - Gespräche auf März vertagt

Die dritte Verhandlungsrunde wird heute fortgesetzt. Laut Angaben aus Teilnehmerkreisen sind die Gespräche vollständig ins Stocken geraten. Ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske äußerte dazu: „Im Augenblick erkenne ich keinerlei Potenzial für eine Lösung“. 18:00 Uhr: Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, präsentierten die Arbeitgeber ein Lohnangebot speziell für angestellte Lehrkräfte. Ziel ist die Beseitigung der ost-westlichen Unterschiede im Tarifrecht. Die restlichen Verhandlungstermine wurden auf den 28.03. verlegt.

Streik

Warnstreiks verschärft: Gewerkschaften reagieren auf Sackgasse in Runde drei

Nachdem die Tarifgespräche ohne Ergebnis vertagt wurden, kündigen die Gewerkschaften sofort eine Intensivierung der Warnstreiks an. Kritisiert wird, dass die Arbeitgeber selbst in der dritten Runde noch kein konkretes Angebot gemacht haben. Jegliche Kürzung der Zusatzversorgung (VBL/ZVK) wird vehement zurückgewiesen. Die Arbeitgeberseite, repräsentiert durch die Tarifgemeinschaft deutscher Länder und deren Vorsitzendem Jens Bullerjahn, pocht hingegen auf Einschnitte bei der Zusatzversorgung, stellt aber klar, dass bereits erworbenen Rechte geschont bleiben: „Zur Klarstellung: Wir greifen weder in laufende Renten noch in bisher erreichte Ansprüche ein.“

Sonstiges

Arbeitgeber planen Senkung des Garantiezinses auf unter 3,25 %

Die Arbeitgeberseite erläutert ihre Pläne zur Reform der betrieblichen Alterversorgung: Der seit 2001 geltende Garantiezins von 3,25 % für erworbene Beiträge soll reduziert werden. Dieser Satz entsprach damals dem damaligen Richtwert der Lebensversicherer, welcher mittlerweile auf 1,25 % gesunken ist. Geplant ist nun eine „mäßige Angleichung“ an diesen niedrigeren Wert. Die Arbeitgeber betonen dabei: Bestehende Renten und angesammelte Ansprüche bleiben unverändert; die Umlagesätze (VBL-West: 1,41 %/6,45 %) ändern sich ebenfalls nicht, sodass sich der Nettolohn der Beschäftigten nicht verändert. Die Gewerkschaftsseite wehrt sich gegen jede Leistungskürzung bei der Betriebsrente, akzeptiert aber eine Beitragssteigerung, was zwangsläufig zu einem geringeren Nettolohn führt. Friedmar Fischer und Werner Siepe vom Portal startgutschriften-arge.de weisen darauf hin, dass eine Reduktion des Garantiezinses für künftige Ansparphasen nur gleichzeitig mit einer Anpassung der Altersfaktoren möglich ist, wodurch auch die zugesicherten Leistungen sinken würden. Damit widersprechen sie der Darstellung der Arbeitgeber, wonach ihr Vorschlag keine Auswirkungen auf bestehende Ansprüche habe. Downloads: Erklärung der Arbeitgeberseite (TdL) Informationen der Gewerkschaftsseite (Ver.di) Kommentar der Startgutschriften Arge

Quelle
Sonstiges

Arbeitgebervertreter Bullerjahn nennt Forderung nach 5,5 % unrealistisch

Jens Bullerjahn, Sprecher der Arbeitgeberseite, bezeichnet die von den Gewerkschaften verlangte Entgelterhöhung von 5,5 % als weiterhin unerreichbar. Eine „angemessene Anhebung“ hält er jedoch für möglich, sofern die Gewerkschaften Zugeständnisse bei der Kürzung der betrieblichen Altersvorsorge machen. Bezüglich der Tarifverhandlungen für angestellte Lehrkräfte erklärte er zudem: „Sollten die Lehrkräfte ein besonders hohes Plus erhalten, bleibt dafür andernorts weniger übrig. Alles steht miteinander in Zusammenhang.“

Einigung

Potsdam: Vierte Verhandlungsrunde im Gange

In Potsdam findet derzeit die vierte Runde der Tarifverhandlungen statt. Ver.di erklärt sich bezüglich der geforderten Entgelderhöhungen kompromissbereit, lehnt jedoch einen Systemwechsel sowie Eingriffe in die Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge weiterhin strikt ab. Update 21:45 Uhr: Nach Berichten von Verhandlungsteilnehmern wurde eine Einigung erzielt. Demnach beträgt die Entgelterhöhung rückwirkend zum 01.03.2015 2,1 % und zum 01.03.2016 2,3 %, mindestens jedoch 75 €. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll 24 Monate betragen. Bei der betrieblichen Altersvorsorge kommt es zu keiner Leistungskürzung, wohl aber zu einer schrittweisen Erhöhung der Pflichtbeiträge: um 0,2 Prozentpunkte zum 01.07.2015, um 0,1 Prozentpunkte zum 01.07.2016 und um weitere 0,1 Prozentpunkte zum 01.07.2017. Um dieselben Prozentwerte steigen auch die Arbeitgeberbeiträge. Im Bereich VBL-Ost erhöhen sich die Beiträge jeweils um 0,75 Prozentpunkte. Ebenfalls im Bereich VBL-Ost wird die Jahressonderzahlung in fünf gleichen Etappen auf das Westniveau angehoben. Die Ausbildungsvergütungen steigen 2015 und 2016 jeweils um 30 €, der Urlaubsanspruch für Auszubildende steigt von 27 auf 28 Tage. gültig ab | Erhöhung gültig bis | TV-L allgemein | TV-L Lehrer | TV-L Kr linear min. 01.01.2015 | keine Veränderung | 28.02.2015 | keine Veränderung | zu 2014 | keine Veränderung | keine Veränderung 01.03.2015 | +2,1% | 29.02.2016? | Tabelle 2015 Rechner 2015 Analyse | Tabelle Rechner | Tabelle Rechner 2015 01.03.2016 | +2,3% / 75 € | 31.12.2016? | Tabelle 2016 Rechner 2016 Analyse | Tabelle Rechner | Tabelle Rechner 2016 Diese Tabellen beziehen sich jeweils auf den Stichtag 01.03. und berücksichtigen nicht die am 01.07. folgenden Netto-Gehaltskürzungen infolge der Beitragserhöhung bei der VBL.

Sonstiges

Einfluss der VBL-Beitragserhöhungen auf die Nettogehälter im Tarifbereich West

Durch die jährlichen Anpassungen der VBL-Beiträge zum 01.07. kommen es zu sinkenden Nettogehältern. Diese Entwicklung ist in den nachfolgenden Aufstellungen für den Tarifbereich West dokumentiert: Zeitraum und Parameter: - 01.01.2015 bis 28.02.2015: Keine Veränderung (Basis 2014). - 01.03.2015 bis 30.06.2015: Erhöhung +2,1 % (Tabelle 2015a, Rechner 2015a, Analyse). - 01.07.2015 bis 29.02.2016: Erhöhung 0,2 % (Tabelle 2015b, Rechner 2015b, Analyse). - 01.03.2016 bis 30.06.2016: Erhöhung +2,3 %, Minimum 75 € (Tabelle 2016a, Rechner 2016a, Analyse). - 01.07.2016 bis 31.12.2016: Erhöhung 0,1 % (Tabelle 2016b, Rechner 2016b, Analyse). Obwohl die Bruttogehälter der Tabellen 2015a und 2015b identisch sind, weichen die Nettobeträge aufgrund der VBL-Beitragserhöhungen voneinander ab. Dies geschieht zweifach: Erstens führt die Steigerung des Arbeitnehmeranteils direkt zu einem geringeren Nettopfand. Zweitens steigt durch die Anhebung des Arbeitgeberanteils das steuer- und sozialversicherungspflichtige Bruttoeinkommen an, was eine zusätzliche Minderung des Nettolohnes bewirkt (siehe Erläuterung der Berechnungsgrundlage). Für das Jahr 2016 gelten dieselben Mechanismen. Übersicht der Nettokürzungen durch die VBL-Pflichtbeiträge zum Ablauf der Tarifeinigung (31.12.2016) für den Tarifbereich West: [Link zu den zugehörigen Tabellen] Netto-Gehaltskürzung durch Beitragserhöhung VBL (Stufen 1–6): E 15: -0.8% / -0.8% / -0.8% / -0.8% / -0.8% E 14: -0.7% / -0.8% / -0.8% / -0.8% / -0.8% E 13: -0.7% / -0.7% / -0.8% / -0.8% / -0.8% E 12: -0.7% / -0.7% / -0.8% / -0.8% / -0.8% E 11: -0.7% / -0.7% / -0.7% / -0.8% / -0.8% E 10: -0.6% / -0.7% / -0.7% / -0.7% / -0.8% E 9: -0.6% / -0.6% / -0.7% / -0.7% / -0.7% E 8: -0.6% / -0.6% / -0.6% / -0.6% / -0.7% / -0.7% E 7: -0.5% / -0.6% / -0.6% / -0.6% / -0.6% / -0.6% E 6: -0.5% / -0.6% / -0.6% / -0.6% / -0.6% / -0.6% E 5: -0.5% / -0.6% / -0.6% / -0.6% / -0.6% / -0.6% E 4: -0.5% / -0.5% / -0.6% / -0.6% / -0.6% / -0.6% E 3: -0.5% / -0.5% / -0.5% / -0.6% / -0.6% / -0.6% E 2: -0.5% / -0.5% / -0.5% / -0.5% / -0.5% / -0.6% E 1: -0.5% / -0.5% / -0.5% / -0.5% / -0.5% (Basis: Tabelle 2016b, Tarifbereich West, Steuerjahr 2015, Lohnsteuerklasse I, GKV-Satz 15,5%, ohne Kinder) Restliche Nettosteigerungen nach Abzug der Kürzungen (Stufen 1–6): E 15: +2.8% / +2.6% / +2.6% / +3.6% / +3.4% E 14: +3.2% / +2.8% / +2.7% / +2.6% / +3.6% E 13: +3.3% / +3.2% / +2.8% / +2.7% / +3.2% E 12: +2.9% / +3.2% / +3.0% / +2.7% / +2.7% E 11: +3.0% / +3.0% / +3.3% / +2.8% / +2.6% E 10: +3.2% / +2.6% / +3.3% / +3.2% / +2.7% E 9: +3.5% / +3.2% / +3.0% / +3.1% / +3.2% E 8: +3.6% / +3.4% / +3.3% / +3.2% / +3.0% / +2.8% E 7: +3.8% / +3.5% / +3.4% / +3.3% / +3.2% / +3.0% E 6: +3.9% / +3.6% / +3.5% / +3.4% / +3.3% / +3.2% E 5: +4.0% / +3.7% / +3.6% / +3.5% / +3.4% / +3.3% E 4: +4.1% / +3.8% / +3.7% / +3.6% / +3.5% / +3.4% E 3: +4.2% / +3.9% / +3.8% / +3.7% / +3.6% / +3.5% E 2: +4.4% / +4.1% / +4.0% / +4.0% / +3.8% / +3.6% E 1: +4.8% / +4.8% / +4.7% / +4.6% / +4.5% (Basis: Tabelle 2016b, Tarifbereich West, Steuerjahr 2015, Lohnsteuerklasse I, GKV-Satz 15,5%, ohne Kinder)

Streik

Aussagen der Verhandlungsführer und Pressekritik zum Abschluss

Jens Bullerjahn (SPD), Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite und Finanzminister von Sachsen-Anhalt, erklärte: „Es ist gelungen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die finanziellen Möglichkeiten der Länder und wesentliche Forderungen der Gewerkschaften zusammen zu bringen.“ Frank Bsirske, Verhandlungsführer der Gewerkschaftsseite, führte aus: „Es ist ein großer Erfolg, dass wir Eingriffe in die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung verhindern konnten und gleichzeitig das System der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst sicherer gemacht haben.“ Andreas Gehrke, Verhandlungsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW, kritisierte: „Die Arbeitgeber wollen die Bezahlung der bundesweit 200.000 angestellten Lehrkräfte weiterhin diktieren. Mit 30 Euro Zulage im Monat für einzelne Lehrergruppen wollten sie uns zudem das Streikrecht abkaufen:“ Willi Russ, Verhandlungsführer des Beamtenbundes dbb, sagte: „Die Arbeitgeber haben hier lange gemauert und sich erst durch den Druck der Warnstreiks in den letzten Tagen eines Besseren belehren lassen.“ Pressestimmen: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bemerkte: „Die Länder haben sich den Tarifvertrag einiges kosten lassen. [...] [Es] werden die unteren Tarifgruppen besonders gehätschelt. [...] Die Politik beklagt den wachsenden Fachkräftemangel und beschwört die Bedeutung der Bildung; aber wenn es konkret wird, belohnt man andere.“ Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung stellte fest (bezugnehmend auf Nordrhein-Westfalen): „Erstens: Zweimal gut zwei Prozent Lohnplus für die Angestellten des Landes sind bei einer Nullinflation happig. Zweitens: Die große Gruppe der angestellten Lehrer fühlt sich dennoch gegenüber ihren beamteten Kollegen benachteiligt und will weiter streiken. Drittens: Wenn der Tarifabschluss nur annähernd als Blaupause für eine Besoldungserhöhung beim Heer der Landesbeamten herangezogen wird, kann Walter-Borjans seine Hauhaltsplanung in den Papierkorb werfen.“

Sonstiges

Auswirkung des Garantiebetrags von 75 € auf bestimmte Tabellenentgelte

Der garantierte Betrag in Höhe von 75 € greift bei Tabellenentgelten bis einschließlich 3260,87 €. Betroffen sind beispielsweise die Positionen E 12/Stufe 1, E 10/Stufe 2, E 9/Stufe 3 sowie sämtliche Stufen der Entgeltgruppe E 8.

Sonstiges

Abgleich der Forderungen von ver.di mit dem erzielten Tarifergebnis

Vergleich der geforderten Werte von ver.di bezüglich Entgelt und Laufzeit mit dem am 28.03.2015 abgeschlossenen Ergebnis (Forderungsdatum 18.12.2014): - Entgelterhöhung 2015: Forderung +5,5 % oder mindestens 175 €; Ergebnis +2,1 %. - Entgelterhöhung 2016: Forderung nicht beziffert; Ergebnis +2,3 % oder mindestens 75 €. - VBL (Verwaltungsberufliche Versorgung): Keine konkreten Forderungen seitens ver.di; im Ergebnis vorgesehen ist eine Beitragserhöhung, was einer Netto-Gehaltskürzung entspricht. - Laufzeit des Tarifvertrages: Forderung 12 Monate; Ergebnis 24 Monate.

Sonstiges

Entgelterhöhungen für TV-L Berlin infolge der Überleitung zum TV-L

Auf Grundlage des Tarifergebnisses TV-L resultieren für den TV-L Berlin unter Berücksichtigung der Vereinbarungen zur schrittweisen Überleitung folgende Entgelterhöhungen: 2,62 % zum 01.03.2015 sowie 2,3 %, mindestens jedoch 73,88 €, zum 01.03.2016. Detailaufstellung: - Gültig ab 01.03.2015 bis 30.06.2015: Erhöhung um +2,62 %. Basis: Tabelle 2015a (Rechner 2015a, Analyse). - Gültig ab 01.07.2015 bis 29.02.2016: Erhöhung um 0,2 %. Basis: Tabelle 2015b (Rechner 2015b, Analyse). - Gültig ab 01.03.2016 bis 30.06.2016: Erhöhung um +2,3 %, Mindestbetrag 73,88 €. Basis: Tabelle 2016a (Rechner 2016a, Analyse). - Gültig ab 01.07.2016 bis 31.12.2016: Erhöhung um 0,1 %. Basis: Tabelle 2016b (Rechner 2016b, Analyse).

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