Logo
TV-L Aktuell

Tarifrunde TV-L 2025

Laufzeit

01.11.2025 – 31.01.2028 (27 Monate)

Tarifeinigung

14.02.2026

Entgelterhöhungen

2028 +1,000 % Entgelterhöhung 2028: +1,0%
2027 +2,000 % Entgelterhöhung 2027: +2,0%
2026 +2,800 % mind. 100,00 € Entgelterhöhung 2026: +2,8% mindestens 100 €

Chronologie

Sonstiges

Ablauf der Tarifbindung für die Regelungen der Tarifrunde TV-L 2023

Die Tarifbindung der Bestimmungen aus der Tarifrunde TV-L 2023 ist beendet.

Einigung

Kernergebnisse der am 06.04.2025 geschlossenen Tarifeinigung TVöD 2025

Die wesentlichen Punkte der am 06. April 2025达成的 Einigung zum TVöD 2025 lauten wie folgt: - Laufzeit: 27 Monate - Tabellenentgelte: - Zum 01.01.2025: 3-monatige Nullrunde - Zum 01.04.2025: Erhöhung um +3,0 %, mindestens 110 € - Zum 01.05.2026: Erhöhung um +2,8 % - Jahressonderzahlung („Weihnachtsgeld"): - Stufe E 1 bis E 8: Anhebung von 90 % auf 95 % - Stufe E 9a bis E 12: Anhebung von 80 % auf 90 % - Stufe E 13 bis E 15: Anhebung von 60 % auf 75 % Diese Vereinbarungen haben formal keine unmittelbare rechtliche Bindungswirkung für den Bereich der Bundesländer. Erfahrungsgemäß dienen sie den Tarifparteien im TV-L jedoch in der Regel als informelle Orientierungsgröße.

Pressemitteilung

Bekanntgabe der Forderungen für die Tarifrunde TV-L 2025 durch die Gewerkschaftsseite

Die Gewerkschaftsseite hat ihre Forderungen für die laufende Tarifrunde TV-L 2025 veröffentlicht: - Entgelterhöhung: +7%, mindestens um 300 € - Entgelt Auszubildende: +200 € - Zeitzuschläge: +20 Prozentpunkte - Laufzeit: 12 Monate Zur Begründung verweisen die Gewerkschaften auf die positive Entwicklung der Steuereinnahmen, den bestehenden Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte sowie die Notwendigkeit, sich an den Tarifbereich von Bund und Kommunen anzupassen. Die Arbeitgeberseite wies die Forderungen als „nicht zu verantworten“ zurück. Die angeforderten 7 % seien angesichts einer Inflationsrate von 2 % „völlig überzogen“. Zudem erzielten die bereits vereinbarten 5,8 % im TVöD aufgrund dessen Laufzeit von 27 Monaten rechnerisch lediglich „rund 2,6 %“, wenn man dies auf die von der Gewerkschaftsseite gewünschte Laufzeit von 12 Monaten bezieht. Quellen: Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di, Pressemitteilung des dbb beamtenbund und tarifunion, Pressemitteilung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder.

Schlichtung

Vergleich der Forderungen: Hohe Übereinstimmung zwischen TV-L und TVöD

Ein Abgleich der gewerkschaftlichen Forderungen offenbart regelmäßig große Ähnlichkeiten oder gar Identität in den Ansprüchen für den TV-L gegenüber dem TVöD. In diesem Fall fällt die Differenz mit einem vollen Prozentpunkt jedoch ungewöhnlich stark aus. Tabelle: Vergleich der Forderungen und Ergebnisse im Zeitraum der geforderten Laufzeit Jahr | Tarif | Forderung | Ergebnis | R | S | St 2025 | TV-L | +7,0%/300€ | - | 3 | / | / 2025 | TVöD | +8,0%/350€ | +3,0%/110€ | 3 | / | / 2023 | TV-L | +10,5%/500€ | Nullrunde | 3 | / | / 2023 | TVöD | +10,5%/500€ | Nullrunde | 3 | / | / 2021 | TV-L | +5,0%/150€ | +2,8% | 3 | / | / 2020 | TVöD | +4,8%/150€ | +1,4%/50€ | 3 | / | / 2019 | TV-L | +6,0%/200€ | +3,01%/100€ | 3 | / | / 2018 | TVöD | +6,0%/200€ | +2,9% | 3 | / | / 2017 | TV-L | +6,0% | +2,0% | 75€ | 3 | / | / 2016 | TVöD | +6,0% | +2,4% | 3 | / | / 2015 | TV-L | +5,5%/175€ | +2,1% | 4 | / | / 2014 | TVöD | +100€ | +3,5%  + +3,0%/90€ | 3 | / | / 2013 | TV-L | +6,5% | +2,65% | 3 | / | / 2012 | TVöD | +6,5%/200€ | +3,5% | 3 | / | / 2011 | TV-L | +50€ | +3%  + +1,5% | 3 | / | / 2010 | TVöD | +5,0% | +1,2% | 3 | S | / Hinweis: Da die Gewerkschaften jeweils nur Forderungen für ein einzelnes Laufzeitjahr stellten, werden hier ausschließlich die Resultate für dieses spezifische Jahr ausgewiesen. Legende: ..€ = Mindesterhöhungsbetrag; R = Verhandlungsrunden; S = Schlichtung; St = Streik.

Verhandlung

Vergleichsübersicht der aktuellen Tabelle TV-L mit der Tabelle TVöD zum Stichtag 31.03.2025

Nachfolgend wird eine Vergleichsübersicht zwischen der gültigen Tabelle TV-L und der Tabelle TVöD zum Stichtag 31.03.2025 dargestellt, somit noch vor Inkrafttreten der Entgelterhöhung aus der Tarifrunde TVöD 2025. Die zweite Tabelle enthält dieselbe Übersicht, jedoch nach Wirksamkeit sowohl der Entgelterhöhungen aus TVöD 2025 als auch 2026 und vor den Ergebnissen der Tarifrunde TV-L 2025. Diese Darstellung verdeutlicht den Rückstand des TV-L gegenüber dem TVöD, welcher hypothetisch in der laufenden Tarifrunde TV-L ausgeglichen werden müsste (unter der Annahme, dass dies überhaupt das Ziel der Verhandlungen darstellt). Beide Tabellen vergleichen die Jahressummen, sodass unterschiedliche Jahressonderzahlungen berücksichtigt sind. Positive Werte kennzeichnen, dass der TV-L günstiger liegt. Vergleich Jahressummen TV-L mit TVöD vor beiden Tarifrunden, Stand 31.03.2025: € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 E 15 | -2.2% | -1.5% | -4.6% | -1.5% | -1.6% | -3.5% E 14 | -2.2% | -1.5% | -3.8% | -4.0% | -1.5% | -4.0% E 13 | -1.1% | -1.4% | -4.2% | -3.1% | -0.4% | -1.9% E 12 | -2.1% | -4.9% | -2.5% | -2.7% | -1.9% | -3.7% E 11 | +0.3% | -2.4% | -3.5% | -2.0% | +0.3% | -1.9% E 10 | +0.4% | -0.7% | -1.6% | -2.9% | +0.2% | +0.6% E 9b | -3.2% | +0.3% | -3.0% | -0.1% | +0.3% | -2.9% E 9a | +0.7% | +1.3% | +1.1% | -1.4% | +0.3% | -0.3% E 8 | +1.0% | +1.9% | +1.6% | +1.1% | +0.8% | +1.1% E 7 | +1.2% | +1.0% | +2.0% | +1.6% | +0.8% | +1.4% E 6 | +1.3% | +2.4% | +2.0% | +1.9% | +0.5% | +1.2% E 5 | +1.4% | +2.5% | +2.5% | +2.0% | +1.2% | +1.2% E 4 | +1.5% | +2.7% | +2.5% | +2.2% | +1.8% | +1.8% E 3 | +1.7% | +2.2% | +2.7% | +2.2% | +2.1% | +1.8% E 2 | +2.1% | +2.3% | +2.7% | +2.4% | +2.0% | +1.5% E 1 | +3.1% | +3.0% | +2.7% | +2.6% | +2.2% | Vergleich Jahressummen TV-L mit TVöD nach Tarifrunde TVöD, Stand 01.05.2026: € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 4 | Stufe 5 | Stufe 6 E 15 | -8.7% | -8.1% | -10.9% | -8.1% | -8.1% | -10.0% E 14 | -8.7% | -8.1% | -10.2% | -10.4% | -8.1% | -10.4% E 13 | -7.7% | -8.0% | -10.6% | -9.6% | -7.1% | -8.4% E 12 | -8.2% | -10.9% | -8.6% | -8.8% | -8.1% | -9.7% E 11 | -6.0% | -8.5% | -9.6% | -8.2% | -6.0% | -8.1% E 10 | -5.9% | -6.9% | -7.8% | -9.0% | -6.1% | -5.7% E 9b | -9.3% | -6.0% | -9.1% | -6.4% | -6.0% | -9.0% E 9a | -5.8% | -5.0% | -5.2% | -7.6% | -6.0% | -6.6% E 8 | -5.3% | -4.2% | -4.4% | -4.9% | -5.2% | -4.9% E 7 | -5.3% | -5.3% | -4.2% | -4.4% | -5.1% | -4.6% E 6 | -5.2% | -4.1% | -4.2% | -4.3% | -5.4% | -4.8% E 5 | -5.3% | -4.0% | -3.9% | -4.2% | -4.9% | -4.8% E 4 | -5.4% | -4.0% | -4.0% | -4.2% | -4.5% | -4.5% E 3 | -5.2% | -4.5% | -4.0% | -4.3% | -4.3% | -4.5% E 2 | -5.1% | -4.7% | -4.2% | -4.4% | -4.6% | -4.9% E 1 | -4.8% | -4.6% | -4.8% | -4.8% | -5.1% | [ausführliche Version dieser Tabellen]

Pressemitteilung

Die erste Verhandlungsrunde endete ohne Angebot seitens der Arbeitgeber

Ohne dass die Arbeitgeberseite ein konkretes Angebot vorlegte, schloss die erste Verhandlungsrunde ab. Quellen: Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di, Pressemitteilung des dbb Beamtenbund und Tarifunion

Streik

In Hamburg fanden erste Warnstreiks mit Beteiligung von Mitarbeitern der Bezirksämter und Landesbehörden statt

In Hamburg kam es zu ersten Warnstreiks, an denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksämter sowie der Landesbehörden teilnahmen.

Streik

Die zweite Verhandlungsrunde fand heute und morgen statt

Heute und gestern wurde die zweite Verhandlungsrunde durchgeführt. Vorab hatten die Gewerkschaftsvertretungen in verschiedenen Bundesländern zu Warnstreiks aufgerufen. Quellen: Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di, Pressemitteilung des dbb Beamtenbund und Tarifunion

Einigung

Zu Beginn des zweiten Tages der zweiten Verhandlungsrunde drohten ver.di und dbb mit Warnstreiks

Am Anfang des zweiten Tags der zweiten Verhandlungsrunde warnten die Gewerkschaften ver.di sowie der Beamtenbund dbb erneut vor umfangreichen Warnstreiks. Die Arbeitgeberseite hielt an ihrer ablehnenden Position bezüglich der Forderungen fest und stufte das Begehren einer Gehaltssteigerung um 7 % als "finanziell nicht stemmbar für die Landeshaushalte" ein. Am Ende dieses Verhandlungstages präsentierte die Arbeitgeberseite "Eckpunkte für einen Einigungskorridor": Eine Steigerung der Entgelte in drei Etappen während der Haushaltsjahre 2026, 2027 und 2028, wobei diese leicht über der Inflationserwartung liegen soll; insgesamt ergibt sich daraus eine Erhöhung von circa 5 %. Die Laufzeit beträgt 29 Monate bis zum 31.03.2028. Zudem wurden ein "Azubi-Paket" mit spürbaren Verbesserungen für Auszubildende, höhere Wechselschicht- und Schichtzulagen sowie erhöhte Mindeststundenentgelte für studentische Beschäftigte vorgestellt. Außerdem ist eine Weiterentwicklung des Eingruppierungsrechts vorgesehen, unter anderem durch eine Paralleltabelle für Lehrkräfte ab dem Schuljahr 2028/2029, stufengleiche Höhergruppierungen sowie weitere Anpassungen am Eingruppierungsrecht. Finanzsenator und Verhandlungsführer der TdL, Andreas Dressel, erklärte: "Unser vorgeschlagener Einigungskorridor umfasst eine mögliche Entgelterhöhung etwas über der Inflation in drei Schritten und drei Haushaltsjahren. Angesichts der Inflationserwartungen würde das Gesamtpaket eine Erhöhung innerhalb der vorgeschlagenen Laufzeit von um die 5 % bedeuten." der Vorsitzende von ver.di, Frank Werneke, reagierte auf den Vorschlag wie folgt: "Neben den Nullmonaten sollen die Beschäftigten eine Laufzeit von 29 Monaten hinnehmen. Die Tdl strebt offenbar einen Abschluss an, der niedriger ist als das Ergebnis für Bund und Kommunen." Quellen: Pressemitteilung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di, Pressemitteilung des dbb Beamtenbund und Tarifunion

Einigung

Beispielrechnung basierend auf TdL-Eckpunkten

Nachfolgend ist eine Beispielrechnung dargestellt, die auf den von der TdL vorgeschlagenen „Eckpunkten für einen Einigungskorridor" basiert. Grundlage bildet zudem die Aussage des TdL-Verhandlungsführers Andreas Dressel: "Angesichts der Inflationserwartungen würde das Gesamtpaket eine Erhöhung innerhalb der vorgeschlagenen Laufzeit von um die 5 % bedeuten". Zur Vereinfachung wird eine Gleichverteilung auf die drei vorgeschlagenen Haushaltsjahre angenommen, was einer jährlichen linearen Entgelterhöhung von 1,64% entspricht. Es ist anzumerken, dass dies voraussichtlich nicht die finale Tariferhöhung im TV-L darstellen wird; die Rechnung dient ausschließlich der Übersicht über die Auswirkungen dieses Vorschlags. Beispielrechnung TV-L nach Vorschlag Eckpunkte TdL vom 16.01.2026: Jahr | Erhöhung | Links/Tabellenstruktur 2026 | +1,64% | Tabelle Beispiel 2026 / Rechner Beispiel 2026 / Analyse 2027 2027 | +1,64% | Tabelle Beispiel 2027 / Rechner Beispiel 2027 / Analyse 2028 2028 | +1,64% | Tabelle Beispiel 2028 / Rechner Beispiel 2028 / Analyse 2028 Diese Aufstellung stellt lediglich eine Modellberechnung dar. Der Rückstand gegenüber dem TVöD lässt sich jeweils unter dem Punkt 'Analyse -> Monatsvergleich mit TVÖD Bund' ablesen.

Streik

Aufruf zu Warnstreik am 20. Januar

Ver.di ruft für Dienstag, den 20.01., zu einem gemeinsamen Warnstreik auf. Beteiligt sind die Autobahn GmbH des Bundes (14.000 Beschäftigte) sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesstraßenbauverwaltungen. Parallel zur Tarifrunde TV-L finden derzeit auch die Tarifverhandlungen mit der Autobahn GmbH statt.

Verhandlung

Erster Tag der dritten Runde ohne konkretes Angebot beendet

Der heutige erste Tag der dritten Verhandlungsrunde endete erwartungsgemäß ohne dass die Arbeitgeberseite ein konkretes Angebot unterbreitet hatte.

Verhandlung

Zweiter Sitzungstag der dritten Runde

Es handelt sich um den zweiten Tag der dritten Verhandlungsrunde. Gemäß Pressemeldungen hat die Arbeitgeberseite inzwischen ein Angebot vorgelegt.

Quelle
Einigung

Stern meldet Bestrebungen zur heutigen Einigung

Laut Berichten des Sterns wird für den aktuellen Tag noch eine Einigung angestrebt. Das Medium führt aus: "Eine Einigung wird vor allem durch eine Reihe von Detailforderungen der Gewerkschaften etwa zum Tarifrecht des öffentlichen Diensts erschwert. Dazu gehörten neben Eingruppierungsfragen die vollständige Ost-West-Angleichung bei Arbeitszeit und vermögenswirksamen Leistungen, die Übernahme von Auszubildenden und eine tarifliche Regelung für studentisch Beschäftigte von Universitäten." Die durchschnittliche Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes der Länder bleibt weiterhin hinter der des Bundes und der Kommunen sowie hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurück, welche hier anhand des Durchschnittsentgelts der Einzahlungen in die Deutsche Rentenversicherung veranschaulicht wird.

Quelle
Einigung

Details zur neuen TV-Einigung: Laufzeiten und Entgeltsanpassungen

Der abgeschlossene Tarifvertrag hat eine Geltungsdauer von 27 Monaten, beginnend am 01.11.2025 und endend am 31.01.2028. Die finanzielle Regelung gliedert sich wie folgt: Bis Ende März 2026 bleibt das Niveau unverändert (fünf Monate). Zum 01.04.2026 erfolgt eine Steigerung um 2,8 %, mindestens jedoch 100 €. Ab dem 01.03.2027 steigen die Bezüge weiter um 2,0 %, und zum 01.01.2028 folgen noch einmal 1,0 %. Auszubildende, Studierende und Praktikante profitieren ab April 2026 zunächst von einer Pauschalsteigerung von 60 €, die im März 2027 erneut um 60 € angehoben wird und schließlich im Januar 2028 um 30 € zunimmt. Das Mindeststundenlohn-Niveau für studentische Hilfskräfte („HiWis“) wird angepasst: Ab dem Sommersemester 2026 beträgt er 15,20 €, ab dem Sommersemester 2027 dann 15,90 €. Zum 01.07.2026 ändern sich zudem die Zulagen für Schichtarbeit signifikant: Die reguläre Schichtzulage wächst von 40 € auf 100 €, die Wechselschichtzulage von 105 € auf 200 €. Für Krankenhäuser steigen die entsprechenden Beträge von 60 € auf 100 € (Schicht) beziehungsweise von 150 € auf 250 € (Wechselschicht). Relevante Unterlagen beinhalten das Einigungspapier TV-L 2025-2028 sowie diverse Pressemitteilungen der beteiligten Parteien, darunter der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, ver.di, GEW und dbb beamtenbund & tarifunion. Zusätzlich stehen provisorische Lohnstrukturen bereit, gegliedert nach Gültigkeitszeiträumen: Von November 2025 bis März 2026 (ohne Änderung), von April 2026 bis Februar 2027 (+2,8%/100 €), von März 2027 bis Dezember 2027 (+2,0%) und ab Januar 2028 (+1,0%), jeweils mit zugehörigen Rechenwerkzeugen und Analysen.

Sonstiges

Gegenüberstellung der Gewerkschaftsforderungen und der Ergebnisse für TV-L und TVöD

Die folgende Übersicht stellt die Forderungen der Gewerkschaften bezüglich der Bezahlung und Vertragsdauer den tatsächlichen Ergebnissen der Tarifverträge TV-L (abgeschlossen am 14.02.2026) und TVöD (abgeschlossen am 06.04.2025) gegenüber: Für die Tarifrunde TV-L 2025 forderten die Gewerkschaften am 17.11.2025 zunächst eine Erhöhung von 7 % im ersten Jahr, ohne konkrete Angaben zu späteren Stufen, sowie zwölf Monate Laufzeit. Das erreichte Ergebnis sieht am 14.02.2026 eine Anfangserhöhung von 2,8 % vor, gefolgt von weiteren 3 % und 2,8 %, jeweils begleitet von fünfmonatigen Phasen ohne Lohnerhöhung. Die vereinbarte Dauer beträgt 27 Monate (vom 01.11.2025 bis 31.01.2028). Bei der Tarifrunde TVöD 2025 hatten die Gewerkschaften am 09.10.2024 acht Prozent für das erste Jahr gefordert, ebenfalls ohne Spezifizierung weiterer Schritte, bei zwölf Monaten Laufzeit. Das finale Ergebnis vom 06.04.2025 enthält drei Prozent für das erste Jahr, danach wiederum drei und zwei achtmal prozentuale Steigerungen, eingeleitet durch dreimonatige Stilllegungsphasen. Auch hier läuft der Vertrag über 27 Monate (vom 01.01.2025 bis 31.03.2027). Hinsichtlich der Zeitverschiebung beginnt die Gültigkeit des TV-L 2025 zehn Monate später als jene des TVöD 2025.

Sonstiges

Abweichungen bei der Jahressonderzahlung zwischen TVöD und TV-L

Aufgrund der Anpassung der Jahressonderzahlung im TVöD infolge der Tarifrunde 2025 sowie deren Senkung im TV-L durch die Tarifrunde 2019 bestehen nun erhebliche Unterschiede in dieser Vergütungsbestandteil. Bei der Jahressonderzahlung 2026/2027 stellen sich die Werte je nach Entgeltgruppe wie folgt dar: In den Gruppen E 14 bis E 15 liegt sie im TV-L bei 32,53 % gegenüber 75 % im TVöD; in Gruppe E 13 beträgt sie 46,47 %; in E 12 sind es 90 %; in E 9a bis E 11 liegen 74,35 % vor; in E 5 bis E 8 beläuft sie sich auf 88,14 % (TVöD: 95 %) und in E 1 bis E 4 auf 87,43 %. Der monatliche Vergleich zeigt, dass im TV-L in den unteren Entgeltgruppen bis einschließlich E 8 höhere Tabellenwerte gelten, während ab E 9a bzw. E 9b die Werte ausgewogen oder niedriger ausfallen. Berücksichtigt man die Jahressonderzahlung im Jahresvergleich, so tritt eine deutliche Benachteiligung der Beschäftigten in den Entgeltgruppen oberhalb von E 9a zutage. Im Folgenden werden die Entgelttabellen von TV-L und TVöD anhand des Stichtags 01.04.2026 kontrastiert. Zu diesem Datum war der erste Anpassungsschritt der jeweiligen Tarifrunden 2025 in beiden Systemen bereits wirksam. Monatsvergleich TV-L zu TVöD am 01.04.2026: E 15: -0.1%, +0.4%, -2.6%, +0.4%, +0.4%, -1.5% E 14: -0.2%, +0.4%, -1.8%, -2.0%, +0.5%, -2.0% E 13: -0.1%, -0.5%, -3.3%, -2.2%, +0.4%, -1.0% E 12: +0.3%, -2.5%, -0.0%, -0.2%, +0.5%, -1.2% E 11: +0.6%, -2.1%, -3.2%, -1.7%, +0.5%, -1.6% E 10: +0.6%, -0.4%, -1.3%, -2.6%, +0.5%, +0.8% E 9b: -2.9%, +0.5%, -2.7%, +0.1%, +0.5%, -2.6% E 9a: +0.8%, +1.5%, +1.3%, -1.1%, +0.5%, -0.0% E 8: +0.8%, +1.7%, +1.5%, +1.0%, +0.7%, +1.0% E 7: +0.9%, +0.8%, +1.7%, +1.5%, +0.7%, +1.3% E 6: +1.1%, +2.1%, +1.8%, +1.6%, +0.4%, +1.1% E 5: +1.1%, +2.3%, +2.2%, +1.8%, +1.0%, +1.0% E 4: +1.2%, +2.4%, +2.3%, +2.0%, +1.6%, +1.6% E 3: +1.4%, +2.0%, +2.4%, +2.0%, +1.9%, +1.6% E 2: +1.8%, +2.0%, +2.4%, +2.1%, +1.7%, +1.3% E 1: +2.8%, +2.6%, +2.4%, +2.2%, +1.9% (Positive Werte bedeuten, dass das Einkommen im TV-L höher ist.) Basisdaten: TVÖD Bund 2025 (gültig 01.04.2025 – 30.04.2026) verglichen mit TV-L 2026 (gültig 01.04.2026 – 28.02.2027). Jahresvergleich TV-L zu TVöD am 01.04.2026 inklusive Jahressonderzahlung: E 15: -3.5%, -2.8%, -5.8%, -2.8%, -2.9%, -4.8% E 14: -3.5%, -2.8%, -5.0%, -5.3%, -2.8%, -5.3% E 13: -2.4%, -2.8%, -5.5%, -4.4%, -1.7%, -3.2% E 12: -3.0%, -5.8%, -3.4%, -3.6%, -2.8%, -4.6% E 11: -0.6%, -3.3%, -4.4%, -2.9%, -0.6%, -2.8% E 10: -0.5%, -1.6%, -2.5%, -3.8%, -0.7%, -0.3% E 9b: -4.1%, -0.6%, -3.9%, -1.0%, -0.6%, -3.8% E 9a: -0.4%, +0.3%, +0.1%, -2.3%, -0.7%, -1.2% E 8: +0.2%, +1.2%, +0.9%, +0.5%, +0.1%, +0.5% E 7: +0.4%, +0.2%, +1.2%, +1.0%, +0.2%, +0.7% E 6: +0.5%, +1.6%, +1.3%, +1.1%, -0.0%, +0.6% E 5: +0.6%, +1.7%, +1.7%, +1.2%, +0.4%, +0.5% E 4: +0.6%, +1.8%, +1.7%, +1.4%, +1.0%, +1.0% E 3: +0.9%, +1.4%, +1.8%, +1.4%, +1.3%, +1.0% E 2: +1.2%, +1.4%, +1.8%, +1.5%, +1.1%, +0.7% E 1: +2.2%, +2.0%, +1.8%, +1.6%, +1.3% (Positive Werte bedeuten, dass das jährliche Gesamtenthalten im TV-L höher ist.) Weitere detaillierte Gegenüberstellungen finden Sie auf der Folgeseite unter „Vergleichstabellen TV-L zu TVöD“.

Einigung

Ergebnis der parallel laufenden Tarifrunde TV Autobahn

In der Tarifrunde des TV Autobahn, die zeitgleich mit der Verhandlungsrunde des TV-L stattfand, kam es zu einer Vereinbarung: Zum 01.05.2026 wird eine Steigerung von 3,4 % beschlossen, mindestens jedoch 150 €. Ab dem 01.01.2027 erhöht sich das Gehalt um 2,4 %, mit einem Untergrenzwert von 120 €. Für den Stichtag 01.01.2028 ist eine Erhöhung von 2,0 % vorgesehen, mindestens aber 90 €.

Einigung

Einigung im TV-H (Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst des Landes Hessen)

Im Rahmen des TV-H (Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst des Landes Hessen) wurde folgender Kompromiss geschlossen: Am 01.02.2026 gilt eine Nullrunde für einen Zeitraum von fünf Monaten. Zum 01.07.2026 steigt das Entgelt um 3,0 %, wobei ein Mindestbetrag von 110 € festgelegt ist. Ab dem 01.10.2027 folgt eine weitere Anhebung von 2,8 %. Die Gesamtdauer des Tarifvertrags umfasst 25 Monate und reicht vom 01.02.2026 bis zum 29.02.2028.

Zurück zur Übersicht