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TVöD Aktuell

Tarifrunde 2016

Laufzeit

01.03.2016 – 28.02.2018 (24 Monate)

Beschäftigte

2.140.000

Entgelterhöhungen

2017 +2,350 % Entgelterhöhung 2017: +2,35%
2016 +2,400 % Entgelterhöhung 2016: +2,4%

Chronologie

Sonstiges

Thomas Böhle von der VKA mahnt angesichts hoher Kommunalschulden Besonnenheit in der neuen Tarifrunde an

Der Vertreter der Arbeitgeber im kommunalen Sektor, Thomas Böhle von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), plädierte für maßvolle Forderungen in der bevorstehenden Runde. Er argumentierte, dass die Tarifgehälter der 2,1 Millionen Kommunalangestellten zuletzt stärker gewachsen seien als jene in der Gesamtvolkswirtschaft; einen Aufholeffekt sehe er daher nicht. Gleichzeitig verwies er auf die hohen Verschuldungsstände der Gemeinden in Höhe von 144,5 Milliarden Euro, welche laut seinen Angaben durch die Flüchtlingskrise zusätzlich belastet würden.

Verhandlung

Forderungen für die TVöD-Runde 2016 vorgelegt: Sechs Prozent Lohnerhöhung plus hundert Euro für Azubis

Die Gewerkschaften legten ihre Ansprüche für die Tarifrunde TVöD 2016 vor: Sie fordern eine lineare Steigerung der Vergütungen um 6 % sowie eine Pauschalserhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 €, wobei der Tarifvertrag für zwölf Monate gelten soll. Als Terminvorschläge wurden der 21.03.2016, der 11./12.04. sowie der 28./29.04. genannt. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) bezifferte das Gesamtvolumen dieser Forderungen auf 5,6 Milliarden Euro und nannte dies unzumutbar. Darüber hinaus kündigte die VKA eigene Vorschläge an, darunter die Anpassung der betrieblichen Altersvorsorge unter Einschluss möglicher Kürzungen sowie die Fertigstellung der Entgeltordnung TVöD VKA einschließlich einer Neubewertung bestimmter Tätigkeiten.

Einigung

Verhandlungspartner rechnen für die Tarifrunde 2016 mit einem deutlich längeren Zeitplan als zuvor

Es ist davon auszugehen, dass die Tarifparteien die Runde 2016 länger gestalten werden als die zwei vorherigen Runden. Folgender Vergleich zeigt die ursprünglich anberaumten Termine: Bei der Tarifrunde 2012 endete der alte Vertrag am 29.02., die erste Runde begann am 01.03., die zweite am 12.03. und die dritte am 28.03.; die Einigung erfolgte am 31.03. In der Runde 2014 lief der Vorgänger bis zum 28.02., die erste Sitzung war am 13.03., die zweite am 20.03. und die dritte am 31.03.; geeinigt wurde am 01.04. Für 2016 endet der bisherige Vertrag am 29.02., geplant sind Sitzungen am 21.03., am 11.04. sowie am 28.04.; das Datum für die Einigung steht noch offen (?).

Sonstiges

Arbeitgeber lehnen am Beginn der TVöD-Tarifrunde 2016 Behauptung eines Lohn-Nachholbedarfs ab

Zu Beginn der Verhandlungsrunde zum TVöD 2016 wies die Arbeitgeberseite die These der Gewerkschaften, es bestehe ein Nachholbedarf bei den Bezügen der Beschäftigten, klar zurück. Demnach stiegen die Einkommen im Bereich der kommunalen Arbeitgeber zwischen 2008 und 2015 um 23,9 %, während sie in der Gesamtwirtschaft nur um 20,4 % zulegten. Zudem beriefen sich die Arbeitgeber auf eine aktuelle Null-Inflation.

Verhandlung

Ergebnisloses Ende der ersten Verhandlungsrunde nach zwei Stunden

Wie prognostiziert endete die erste Gesprächsrunde ohne Ergebnis bereits nach zwei Stunden. Die Vertreter der Gewerkschaften hielten an ihrer Forderung einer einheitlichen Gehaltserhöhung von 6 % fest. Die Arbeitgeberseite bezeichnete diese Ansätze als unerreichbar und erneuerte ihre Position bezüglich Kürzungen in der betrieblichen Altersvorsorge VBL: „Es ist dringend erforderlich, die Parameter der zusätzlichen Versorgung im öffentlichen Sektor neu zu kalibrieren, damit deren langfristige Tragfähigkeit gesichert bleibt. Dies umfasst auch Anpassungen bei den Leistungen“, erklärte VKA-Vorsitzender Dr. Thomas Böhle.

Sonstiges

VKA-Pressebroschüre zeigt verzerrten Vergleich ausgewählter Gehälter zwischen 2008 und 2016

Der Arbeitgeberverband VKA veröffentlichte in seiner Broschüre zur Tarifrunde 2016 einen Vergleich ausgewählter Vergütungen aus den Jahren 2008 und aktuell. Dieser stellt jedoch keine realistischen Verhältnisse dar. Tatsächliche Werte (Prozentangaben beziehen sich auf die Steigerung von 2008 bis jetzt): Entgeltgruppe Stufe aktueller Wert 2008 Berechneter Behauptung VKA echter Betrag E 3 Müllwerker Stufe 1 2012,46 1575 +28% 1675,38 +20% Rechner heute Rechner 2008 Stufe 6 2508,77 1995 +26% 2108,40 +19% Rechner heute Rechner 2008 E 5 Verwaltungsangst. Stufe 1 2145,97 1688 +27% 1791,88 +20% Rechner heute Rechner 2008 Stufe 6 2733,30 2185 +25% 2304,29 +19% Rechner heute Rechner 2008 E 9 Sachbearbeiter Stufe 1 2586,77 2061 +26% 2176,44 +19% Rechner heute Rechner 2008 Stufe 6 3931,43 3180 +24% 3330,13 +18% Rechner heute Rechner 2008 Die vom VKA genutzten Basisdaten basieren auf der ursprünglichen TVöD-Tabelle von 2005 und sind somit drei Jahre älter als behauptet. Dadurch werden die Entgeltsensteigungen des TVöD über zehn Jahre (23,9 %) fälschlicherweise mit denen der Gesamtwirtschaft über sieben Jahre (20,4 %) verglichen, was zu unzuverlässigen Ergebnissen führt. In Wahrheit lagen die Anhebungen beim TVöD in diesem Siebenjahreszeitraum nur bei 18 %, womit sie hinter der Entwicklung der Gesamtwirtschaft zurückblieben.

Sonstiges

Übersicht zur Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst, in der Metallindustrie und der Gesamtwirtschaft seit 1993

Nachfolgend ist eine Übersicht zur durchschnittlichen Entwicklung der Gehälter im öffentlichen Dienst, in der Metallbranche sowie in der Gesamtwirtschaft inklusive der Preissteigerungsrate (Inflation) ab dem Jahr 1993 dargestellt; weitere Analysen zur Lohngestaltung folgen.

Streik

Warnstreiks vor zweiter Verhandlungsrunde am 11.

Die Gewerkschaften haben für heute und morgen landesweite Warnstreiks initiiert, um den Druck auf die Arbeitgeberseite im Vorfeld der zweiten Verhandlungsrunde am 11.04. zu steigern.

Einigung

Zweite Runde der TVöD-Tarifverhandlungen beginnt heute in Potsdam

Heute starten in Potsdam die zweiten Verhandlungsgespräche zum TVöD. Zuvor hatte Bundesinnenminister de Maizière die Gewerkschaften zu Zurückhaltung aufgefordert und argumentiert, dass eine Forderung von 6 % bei einer Inflationsrate von unter einem Prozent nicht verständlich sei. Die Gewerkschaften drohen mit neuen Warnstreiks, falls keine Einigung innerhalb der auf zwei Tage terminierten Runde erzielt wird.

Streik

Arbeitgeber präsentieren zweistufiges Angebot in zweiter Runde

Am zweiten Tag der zweiten Verhandlungsrunde reichten die Arbeitgeber ihr Angebot ein. Dieses sieht eine lineare Entgelterhöhung in zwei Schritten vor: +1,0 % zum 01.06.2016 und +2,0 % zum 01.06.2017. Gleichzeitig soll der Arbeitnehmeranteil zur Zusatzversorgungskasse bzw. VBL erhöht werden: um 0,2 % ab 01.07.2016, um 0,3 % ab 01.07.2017 und um 0,4 % ab 01.07.2018 (jeweils bezogen auf den Stand 2015). Diese Steigerungen bewirken einen Rückgang der Nettogehälter aller TVöD-Beschäftigten. Gleiche Konditionen sollen für Auszubildende gelten, ergänzt um einen pauschalen Lernmittelzuschuss von 50 € pro Ausbildungsjahr. Die Vertragslaufzeit erstreckt sich über 24 Monate (01.03.2016 bis 28.02.2018). Das Angebot wurde von der Gewerkschaftsseite sofort abgelehnt, woraufhin umfangreiche Warnstreiks angekündigt wurden. Zu diesem Vorgang liegen Pressemitteilungen der VKA (inklusive Volltext des Angebots), des Bundesministeriums des Innern, der Gewerkschaft ver.di sowie des Deutschen Beamtenbundes vor.

Sonstiges

Beispielberechnungen zum Arbeitgeberangebot vom 12. April 2016

Die folgenden Berechnungen basieren auf dem Arbeitgeberangebot vom 12.04.2016. Im TVöD (VKA) sieht das Angebot eine Fortgeltung der Tabellen aus 2015 bis zum 31.05.2016 vor (Laufzeit 3 Monate, 0 % Erhöhung). Ab dem 01.06.2016 erfolgt eine Erhöhung um 1,0 % (Tabelle 2016, gültig bis 31.05.2017, Laufzeit 12 Monate). Zum 01.06.2017 ist eine weitere Erhöhung um 2,0 % geplant (Tabelle 2017, gültig bis 28.02.2018, Laufzeit 9 Monate). Die hier genannten Beispieltabellen beinhalten noch keine Anpassungen der Pflichtbeiträge zur Zusatzversorgung. Zur Illustration der finanziellen Auswirkungen solcher Beitragssätze werden untenstehend die Änderungen der Zusatzversorgung im Bereich der Länder (TV-L) seit 2015 dargestellt.

Streik

Warnstreiks an fünf deutschen Flughäfen geplant

Folgt man den Aufrufen der Gewerkschaften, finden heute weitere Warnstreiks statt, nachdem bereits kleinere Maßnahmen durchgeführt worden waren. Betroffen sind die Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf, Dortmund und Köln/Bonn. Gestreikt wird unter anderem in Bodenverkehrsdiensten, beim Check-In, bei Flughafenfeuerwehren, Luftsicherheitskontrollen und in Werkstätten. Infolgedessen kommen zahlreiche Flüge nicht zustande. Ziel dieser Aktion ist es, kurz vor der dritten Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen.

Einigung

Tarifgespräche in Potsdam erreichen dritte Runde

In Potsdam ist die dritte Runde der Tarifverhandlungen begonnen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière bezeichnete die vorangegangenen Warnstreiks als „unverhältnismäßig und unnötig“ und erklärte, dass die Arbeitgeberseite „abschlussfähig und abschlusswillig“ sei. Willi Russ, Verhandlungsführer der Gewerkschaften, warnte hingegen: Sollte der Einigungswille der Arbeitgeber fehlen, seien die bisherigen Aktionen lediglich ein „laues Lüftchen“ gewesen.

Verhandlung

Einigung nach drei Runden zwischen Bund, VKA und Gewerkschaften

Nach Abschluss von drei Verhandlungsrunden haben sich die Verhandlungsführer des Bundes, der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände sowie der Gewerkschaften auf ein Tarifergebnis geeinigt. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages beträgt zwei Jahre (01.03.2016 bis 28.02.2018). Es wurden lineare Gehaltserhöhungen in zwei Stufen vereinbart: am 01.03.2016 um 2,4 % und am 01.02.2017 um 2,35 %. Für Auszubildende sind Erhöhungen von 35 € zum 01.03.2016 und 30 € zum 01.02.2017 vorgesehen; deren Jahresurlaub umfasst 29 Tage. Das Altersteilzeitmodell wurde um zwei Jahre verlängert. Die Erklärungslaufzeit endet am 31.05.2016. Für den Bereich des Bundes (TVöD/Bund) gilt die Einführung einer Stufe 6 für die Entgeltgruppen 9a bis 15. Zudem steigen die Pflichtbeiträge zur betrieblichen Zusatzversorgung (VBL), zeitlich um ein Jahr verzögert gegenüber dem TV-L: am 01.07.2016 auf 1,61 %, am 01.07.2017 auf 1,71 % und am 01.07.2018 auf 1,81 %. Bis zum Jahr 2020 wird die Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost schrittweise auf West-Niveau angehoben. Im Bereich der Kommunen (TVöD/VKA) tritt die neue Entgeltordnung zum 01.01.2017 in Kraft, mit stufengleichen Höhergruppierungen ab dem 01.03.2017. Die Jahressonderzahlung bleibt für die Jahre 2016, 2017 und 2018 materiell auf dem Niveau von 2015 eingefroren, wobei es 2017 zu einer Absenkung um 4 Prozentpunkte kommt. Bei bestimmten Versorgungskassen (u.a. ZVK Baden-Württemberg, Brandenburg, Kassel, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Wiesbaden) steigt der zusätzliche Arbeitnehmerbeitrag neben den Umlagen (§16 Abs. 1 ATV-K) und dem Beitrag nach §37a ATV-K wie folgt: 0,2 % ab 01.07.2016, 0,3 % ab 01.07.2017 und 0,4 % ab 01.07.2018. Der Arbeitgeberbeitrag erhöht sich in gleicher Höhe.

Sonstiges

Übertragung des TVöD-Tarifergebnisses auf Bundesbeamten erfolgt zeit- und inhaltsgleich in Abstimmung mit dem Finanzministerium

In Abstimmung mit dem Finanzministerium soll das Tarifergebnis des TVöD zeit- und inhaltsgleich auf die Bundesbeamten übertragen werden. Sonderseite zur Besoldungsrunde 2016 der Bundesbeamten

Sonstiges

Erste Arbeitsversion der neuen Entgelttabellen einschließlich Analysen und Vergleichen veröffentlicht

Hier finden Sie eine erste Arbeitsversion der neuen Entgelttabellen samt Analysen und Vergleichen. Die Beitragserhöhungen der Zusatzversorgungskassen der Kommunen sind darin noch nicht enthalten. Die Beispielberechnungen berücksichtigen hingegen die Beitragserhöhungen der VBL. Zur besseren Vergleichbarkeit und mangels einer einheitlichen Versorgungskasse im Kommunalbereich werden deren Beitragssätze auch für den TVöD/VKA zugrunde gelegt: gültig ab | Erhöhung | gültig bis | TVöD VKA (Kommunen) | TVöD Bund | Entgelt linear | Beitrag ZV/VBL 01.03.2016 | +2,4% | 30.06.2016 | Tabelle 2016a Rechner Analyse | Tabelle 2016a Rechner Analyse | 2016a 01.07.2016 | 0,2% | 31.01.2017 | Tabelle 2016b Rechner Analyse | Tabelle 2016b Rechner Analyse | 2016b 01.02.2017 | +2,35% | 30.06.2017 | Tabelle 2017a Rechner Analyse | Tabelle 2017a Rechner Analyse | 2017a 01.07.2017 | 0,1% | 28.02.2018 | Tabelle 2017b Rechner Analyse | Tabelle 2017b Rechner Analyse | 2017b gültig ab | Erhöhung | gültig bis | TVöD-B | TVöD-K | TVöD-S | Entgelt linear | Beitrag ZV/VBL 01.03.2016 | +2,4% | 30.06.2016 | Tabelle 2016a Rechner | Tabelle 2016a Rechner | Tabelle 2016a Rechner | 2016a 01.07.2016 | 0,2% | 31.01.2017 | Tabelle 2016b Rechner | Tabelle 2016b Rechner | Tabelle 2016b Rechner | 2016b 01.02.2017 | +2,35% | 30.06.2017 | neue Tabelle TVöD Pflege ab 01.01.2017 | Tabelle 2017a Rechner | 2017a 01.07.2017 | 0,1% | 28.02.2018 | Tabelle 2017b Rechner | 2017b gültig ab | Erhöhung | gültig bis | TVöD Pflege | Entgelt linear | Beitrag ZV/VBL 01.01.2017 | | 31.01.2017 | Tabelle 2017/Jan Rechner Analyse 01.02.2017 | +2,35% | 30.06.2017 | Tabelle 2017a Rechner Analyse 01.07.2017 | 0,1% | 28.02.2018 | Tabelle 2017b Rechner Analyse gültig ab | Erhöhung | gültig bis | TVöD-SuE | TV-V | Entgelt linear | Beitrag ZV/VBL 01.03.2016 | +2,4% | 30.06.2016 | Tabelle 2016a Rechner | Tabelle 2016a Rechner | 2016a 01.07.2016 | 0,2% | 31.01.2017 | Tabelle 2016b Rechner | Tabelle 2016b Rechner | 2016b 01.02.2017 | +2,35% | 30.06.2017 | Tabelle 2017a Rechner | Tabelle 2017a Rechner | 2017a 01.07.2017 | 0,1% | 28.02.2018 | Tabelle 2017b Rechner | Tabelle 2017b Rechner | 2017b Hinweis: Diese Tabellen sind noch nicht final bestätigt! Insbesondere Betriebsstätten, die ihre Mitarbeiter tarifanalog nach TVöD vergüten und die Tabellen auf oeffentlicher-dienst.info als Grundlage nutzen, wird dringend empfohlen, mit der Anwendung mindestens bis zum Ablauf der Erklärungsfrist (31.05.) zu warten. vollständiges Protokoll der Tarifeinigung

Pressemitteilung

Bundesinnenminister Thomas de Maizière bezeichnet das Ergebnis als fair und akzeptabel für beide Seiten

Bundesinnenminister Thomas de Maizière erklärte: „Wir haben mit den Gewerkschaften ein mehr als faires und für beide Seiten annehmbares Ergebnis erzielt. Die Verhandlungen waren schwierig, sind aber am Ende konstruktiv verlaufen. [...] Wir haben die Zusatzversorgung für die Beschäftigten des Bundes durch eine gemeinsame Lastenverteilung auf lange Sicht abgesichert und damit zukunftsfähig gemacht.“ Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, sagte: „Das Ergebnis ist ein Kompromiss, der die Reallöhne deutlich erhöht, die Kaufkraft stärkt und dazu beiträgt, den öffentlichen Dienst in Deutschland attraktiver zu machen“. Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, äußerte: „Der Staat muss zur Kenntnis nehmen, dass ein gut funktionierendes Staatswesen nicht zum Nulltarif zu haben ist. [...] Der öffentliche Dienst sollte gut ausgestattet sein, stattdessen könnte man eventuell den einen oder anderen Flughafen weniger bauen.“ Das Handelsblatt merkte an: „Durch die jetzt erreichte Besserstellung etwa von Pflegekräften anfallende Mehrkosten kompensieren die Arbeitnehmer zur Hälfte, indem das Weihnachtsgeld um vier Prozentpunkte gekürzt und drei Jahre lang auf diesem Stand eingefroren wird.“ Übersicht der Pressemitteilungen der Tarifpartner: Pressemitteilung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) Pressemitteilung des Bundesministeriums des Innern Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di Pressemitteilung des Deutschen Beamtenbunds dbb

Sonstiges

Lineare Steigerung bei TVöD Bund liegt bei 2,4 % bzw. 2,35 %, während sie beim TVöD Kommunen wegen Kürzung der Jahressonderzahlung niedriger fällt

Die linearen Tarifsteigerungen belaufen sich im Bereich TVöD Bund tatsächlich auf 2,4 % und 2,35 %. Im Bereich TVöD Kommunen liegen diese Werte aufgrund einer parallelen Reduktion der Jahressonderzahlung deutlich darunter. Die prozentuale Senkung trifft insbesondere die unteren Entgeltgruppen härter, da dort ein höherer Anteil an Sonderzahlungen gezahlt wird; dies zeigt die linke Tabelle. Die rechte Tabelle verdeutlicht die Effekte der neuen Stufe 6 für die Entgeltgruppen ab E 9a im TVöD-Bereich. Für Mitarbeitende, die bereits lange Zeit in der bisherigen Höchststufe 5 tätig waren und nun in Stufe 6 aufrücken, resultiert daraus eine Entgeltherhöhung für 2016, die weit über 2,4 % liegt. Dies betrifft jedoch nicht Beschäftigte, die vom BAT übergeleitet wurden und eine individuelle Endstufe besitzen. Bei diesen wird die Zulage auf die neue Stufe 6 angerechnet und gestaffelt reduziert, wodurch oft keine oder nur minimale Gehaltserhöhungen entstehen. [Leserzuschrift hierzu] Brutto-Entgelterhöhungen: TVöD VKA | TVöD Bund E 1 bis E 8: 2016: 2,23% / 2,40%; 2017: 1,89% / 2,35%; gesamt: 4,16% / 4,81% E 9 bis E 12: 2016: 2,25% / 2,40%; 2017: 1,90% / 2,35%; gesamt: 4,19% / 4,81% E 13 bis E 15: 2016: 2,29% / 2,40%; 2017: 1,93% / 2,35%; gesamt: 4,26% / 4,81% Berechnungsgrundlagen 2016 (Tabelle), 2017 (Tabelle), gesamt (Tabelle) Brutto-Entgelterhöhungen durch Einführung der neuen Stufe 6 (TVöD Bund): E 15 (Stufe 5→6): 7,70%, 475,32 € E 14 (Stufe 5→6): 8,20%, 462,42 € E 13 (Stufe 5→6): 7,10%, 375,66 € E 12 (Stufe 5→6): 7,46%, 392,09 € E 11 (Stufe 5→6): 7,96%, 380,72 € E 10 (Stufe 5→6): 5,09%, 226,53 € E 9b (Stufe 5→6): 9,16%, 360,27 € E 9a (Stufe 5→6): 4,62%, 166,66 € Hinweis: Diese Tabelle enthält die Erhöhung durch den Stufenaufstieg von Stufe 5 (Gehaltsniveau 2015) zu Stufe 6 (Gehaltsniveau 2016). Jahressonderzahlung TVöD VKA (Absenkung): bis 2015 | 2016 | 2017 | 2018 E 1 bis E 8: 90% | 87,89% | 82,05% | weitere Absenkung für 2018 E 9 bis E 12: 80% | 78,13% | 72,52% | E 13 bis E 15: 60% | 58,59% | 53,43% äusführliche Informationen zur Absenkung der Jahressonderzahlung. Jahressonderzahlung („Weihnachtsgeld") in Prozent eines Monatsgehalts. Hinweis: Die Angaben beziehen sich auf das Tarifgebiet West. Jahressonderzahlung TVöD Bund (wie bisher, keine Veränderung): E 1 bis E 8: 90% E 9 bis E 12: 80% E 13 bis E 15: 60% Hinweis: Die Angaben beziehen sich auf das Tarifgebiet West.

Streik

Pressekommentare zum ersten Werktag nach der Tarifeinigung fallen überwiegend positiv aus

In den Medienberichten des heutigen ersten Werktags nach Abschluss der Tarifeinigung dominieren positive Einschätzungen. Eine Ausnahme bildet ein Kommentar von Heiner Thorborg im "Manager Magazin", in dem er den vorangegangenen Warnstreik an mehreren Flughäfen scharf kritisiert: „Ein Streik, der schon im Vorfeld der Gespräche Millionenschäden verursacht, kann nicht mehr als 'Warnung' verstanden werden, denn die Blockierung des Flugverkehrs passierte ja schon, bevor überhaupt gründlich verhandelt worden war. [...] Ich bin der Meinung, hier ist der Gesetzgeber gefragt: Unverhältnismäßige, noch vor der Urabstimmung ausgerufene und wie aus der Luft gegriffene Streiks, die wesentliche Teile der Infrastruktur der Bundesrepublik lahmlegen, sollten schlicht untersagt werden.“

Sonstiges

Gegenüberstellung: Forderungen der Gewerkschaften, Angebote der Arbeitgeber und finales Tarifergebnis: Forderung ver...

Hierbei steht eine Gegenüberstellung der gewerkschaftlichen Ansprüche, der arbeitgeberseitigen Offerte und des abschließenden Ergebnisses: Forderung ver.di Angebot Arbeitgeber Ergebnis VKA Bund 18.02.2016 12.04.2016 29.04.2016 Entgelterhöhung 2016 +6% +1% +2,23% +2,4% Entgelterhöhung 2017 - +2% +1,89% +2,35% Laufzeit 12 Monate 24 Monate 24 Monate

Sonstiges

Entgelterhöhungen aus dem TVöD-Bund gelten auch für den TV-BA der Bundesagentur für Arbeit

Im Geltungsbereich des Tarifvertrags der Bundesagentur für Arbeit (TV-BA) wurden die Lohnsteigerungen des TVöD-Bund übernommen. Zusätzlich steigt der Beitrag zur freiwilligen Zusatzversorgung VBL, und die Sonderzahlung Ost wird bis zum Jahr 2020 in fünf gleichmäßigen Etappen an das Niveau West angepasst.

Sonstiges

Gewerkschaften bestätigen Tarifabschluss vom 29.

Die Gewerkschaften haben sich zu dem am 29.04. erzielten Abschluss geäußert. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di meldete ein zustimmendes Ergebnis von 78 % in der Mitgliederbefragung.

Sonstiges

Bundesministerium des Innern genehmigt Auszahlung nach neuen Entgelttabellen per Rundschreiben vom 11.

Per Rundschreiben vom 11.07. hat das Bundesministerium des Innern die Auszahlung gemäß den aktualisierten Entgelttabellen freigegeben. Das Bundesverwaltungsamt plant, diese Maßnahme bis zum 30.09. durchzuführen. Infolgedessen beziehen die Mehrheit der Beschäftigten des Bundes spätestens mit dem Gehalt für September die vereinbarten Erhöhungen sowie die Rückzahlungen der Differenzen ab März. Für kommunale Angestellte existiert kein einheitlicher Terminplan für die Zahlungseingänge.

Sonstiges

Berichterstattung zur Tarifrunde TVöD 2016/2017 beendet

Die Berichterstattung zur Tarifrunde TVöD 2016/2017 wurde abgeschlossen. Eine neue Seite für die Tarifrunde TVöD 2018 soll voraussichtlich im Januar 2018 erstellt werden, sobald die Forderungen der Gewerkschaften bekanntgegeben sind.

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