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TVöD Aktuell

Tarifrunde 2018

Laufzeit

01.03.2018 – 31.08.2020 (30 Monate)

Beschäftigte

2.140.000

Entgelterhöhungen

2020 +0,960 % Entgelterhöhung 2020: +0,96% bis 1,81%
2019 +2,810 % Entgelterhöhung 2019: +2,81% bis 5,39%
2018 +2,850 % Entgelterhöhung 2018: +2,85% bis 5,70%

Chronologie

Sonstiges

Kündigung der Tabellen durch ver.di und Vorlage erster Eckpunkte

Die Gewerkschaft ver.di hat die aktuellen Vergütungstabellen fristgerecht zum 28.02.2018 gekündigt. Die finale Forderung für die Runde TVöD 2018 soll in einer Sitzung der Bundestarifkommission am 08.02.2018 festgelegt werden. Zuvor wurde bereits ein Katalog möglicher Ziele zur Diskussion freigegeben: • Tabellarische Anpassungen mit einem Volumen von insgesamt 6 %, einschließlich einer „sozialen Komponente“. • Angleichung der Jahressonderzahlung im Osten an das westdeutsche Niveau im kommunalen Bereich. • Erweiterung des Zusatzurlaubs auf neun Tage bei Wechselschichtarbeit und auf sechs Tage bei allgemeiner Schichtarbeit. • Bereitstellung eines kostenlosen Tickets für den Nahverkehr. • Für Lernende: Steigerung der Vergütungen um mehr als 6 %. • Höherlegung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs auf 30 Tage.

Pressemitteilung

Forderungskatalog für die Tarifrunde 2018 vorgestellt: +6 % plus Mindesterhöhung von 200 €

Die Gewerkschaften haben ihre Ansprüche für die laufende Verhandlungsrunde offengelegt: • Entgelte: Anhebung um 6 %, wobei eine Untergrenze von 200 € gilt. • Ausbildungsvergütungen: Pauschalsteigerung um 100 €. • Vertragslaufzeit: Ein Jahr. Ver.di-Chef Frank Bsirske betonte, dass die Begrenzung der Laufzeit auf zwölf Monate Priorität habe. Längere Zeiträume kämen nur infrage, falls die Arbeitgeberseite bereit sei, „außergewöhnliche Regelungen“ anzubieten. Vonseiten der Arbeitgeber erklärte die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), die Wünsche seien unrealistisch. Das jährliche Gesamtvolumen der Forderungen im Kommunalbereich werde auf 6,5 Milliarden Euro geschätzt. Aufgrund des Mindestbetrags von 200 € lägen die Zuwächse in den untersten Stufen bei bis zu 11,42 %. VKA-Präsident Thomas Böhle meinte dazu: „Das immer wieder behauptete Nachholen vergangener Verluste sowie die Forderung nach einer ‚sozialen Komponente‘ ignorieren die Realität. Zwischen 2008 und 2017 stiegen die tariflichen Bezüge im öffentlichen Dienst um 30 Prozent, während sie in der Gesamtökonomie lediglich um 25 Prozent zulegten. Gerade die niedrigeren Einstufungen liegen zudem klar über dem Niveau der Privatwirtschaft.“ Als nächste Termine wurden der 26.02. sowie der 12./13.03. und der 15./16.04. vereinbart. Quellen: Pressemitteilungen der Gewerkschaft ver.di, der VKA und des Bundesministeriums des Innern.

Streik

Positionen beider Seiten werden beim Auftakt der Tarifverhandlungen in Potsdam bekräftigt

Zum Beginn der heutigen Tarifgespräche in Potsdam hielten sowohl die Arbeitgebervertretung als auch die Gewerkschaften an ihren jeweiligen Standpunkten fest. Thomas Böhle, Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), kritisierte insbesondere die geforderte „soziale Komponente“ in Form eines Mindestzuwachses von 200 Euro: „Ein Fixum von 200 Euro bedeutet für niedrig entlohnte Gruppen einen deutlich höheren prozentualen Zuwachs als die angestrebten sechs Prozent. Im Höchstfall ergäbe dies über elf Prozent. Diese Regelung treibt vor allem Kosten dort, wo der öffentliche Sektor ohnehin kaum noch wettbewerbsfähig ist. Beschäftigte, deren Tätigkeiten ausgelagert oder privatisiert werden, profitieren nicht von solch hohen Prozentsätzen. Unser Ziel ist es jedoch, Stellen im öffentlichen Dienst zu erhalten. [...] Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen wir besonders bei Fach- und Führungskräften aktiv bleiben. Daher benötigen wir das genaue Gegenteil eines Mindestbetrags.“ Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di, verwies auf die gute Konjunktur und höhere Steuereinnahmen: „Wenn nicht jetzt, wann dann lässt sich etwas tun, um die Attraktivität des öffentlichen Diensts für Erzieherinnen, Pflegekräfte und andere Mitarbeiter sicherzustellen?“ Die erste Runde schloss wie prognostiziert ohne Ergebnis ab. Daraufhin kündigte die Gewerkschaftsseite ab dem 01.03., dem Tag nach Ablauf der Friedenspflicht, erste Warnstreiks an.

Sonstiges

Beispielrechnung zu Entgelterhöhungen: Auswirkungen einer Forderung von +6 % bzw. min. 200 €

Die folgende Aufstellung zeigt als Beispielrechnung die möglichen Änderungen der Brutto- und Nettogehälter, sofern sich die Gewerkschaften mit ihrer Forderung durchsetzen können: Erhöhung um 6 %, mindestens jedoch 200 €, gerundet auf volle Eurobeträge. Referenz: TVöD VKA 2018, basierend auf den Gewerkschaftsforderungen vom 08.02. Spaltenaufbau: Stufe | Brutto-Erhöhung (%) / Betrag (€) | Netto-Erhöhung (%) / Betrag (€) E 15: 304 (+6.0%) / 132 (+4.6%); 315 (+6.0%) / 135 (+4.6%); 355 (+6.0%) / 164 (+5.1%); 386 (+6.0%) / 197 (+5.7%); 406 (+6.0%) / 207 (+5.7%) E 14: 275 (+6.0%) / 126 (+4.8%); 291 (+6.0%) / 129 (+4.7%); 315 (+6.0%) / 135 (+4.6%); 352 (+6.0%) / 156 (+4.9%); 372 (+6.0%) / 193 (+5.8%) E 13: 254 (+6.0%) / 127 (+5.2%); 267 (+6.0%) / 125 (+4.9%); 294 (+6.0%) / 130 (+4.7%); 330 (+6.0%) / 141 (+4.7%); 346 (+6.0%) / 148 (+4.7%) E 12: 231 (+6.0%) / 100 (+4.4%); 263 (+6.0%) / 124 (+4.9%); 292 (+6.0%) / 129 (+4.7%); 328 (+6.0%) / 140 (+4.7%); 344 (+6.0%) / 147 (+4.7%) E 11: 223 (+6.0%) / 98 (+4.4%); 239 (+6.0%) / 102 (+4.4%); 263 (+6.0%) / 124 (+4.9%); 299 (+6.0%) / 131 (+4.7%); 315 (+6.0%) / 135 (+4.6%) E 10: 215 (+6.0%) / 96 (+4.4%); 231 (+6.0%) / 100 (+4.4%); 247 (+6.0%) / 119 (+5.0%); 278 (+6.0%) / 127 (+4.8%); 285 (+6.0%) / 128 (+4.8%) E 9c: 204 (+6.0%) / 93 (+4.5%); 224 (+6.0%) / 98 (+4.4%); 238 (+6.0%) / 102 (+4.4%); 260 (+6.0%) / 124 (+5.0%); 269 (+6.0%) / 125 (+4.9%) E 9b: 212 (+6.6%) / 102 (+5.2%); 212 (+6.3%) / 99 (+4.8%); 225 (+6.0%) / 98 (+4.4%); 245 (+6.0%) / 116 (+4.9%); 262 (+6.0%) / 124 (+4.9%) E 9a: 212 (+6.7%) / 102 (+5.3%); 212 (+6.3%) / 99 (+4.8%); 225 (+6.0%) / 98 (+4.4%); 231 (+6.0%) / 100 (+4.4%); 245 (+6.0%) / 116 (+4.9%) E 8: 213 (+7.1%) / 104 (+5.6%); 213 (+6.8%) / 103 (+5.3%); 213 (+6.5%) / 101 (+5.1%); 213 (+6.3%) / 98 (+4.8%); 208 (+6.0%) / 93 (+4.5%) E 7: 213 (+7.5%) / 106 (+5.9%); 213 (+7.1%) / 104 (+5.6%); 213 (+6.8%) / 103 (+5.3%); 213 (+6.6%) / 102 (+5.2%); 213 (+6.4%) / 100 (+4.9%) E 6: 213 (+7.7%) / 106 (+6.1%); 213 (+7.3%) / 105 (+5.8%); 213 (+7.0%) / 104 (+5.5%); 213 (+6.8%) / 103 (+5.4%); 213 (+6.6%) / 102 (+5.2%) E 5: 213 (+8.0%) / 107 (+6.3%); 213 (+7.7%) / 106 (+6.0%); 213 (+7.3%) / 105 (+5.8%); 213 (+7.1%) / 104 (+5.6%); 213 (+6.9%) / 103 (+5.5%) E 4: 213 (+8.4%) / 108 (+6.6%); 213 (+7.9%) / 107 (+6.2%); 213 (+7.7%) / 106 (+6.0%); 213 (+7.4%) / 105 (+5.8%); 213 (+7.3%) / 105 (+5.7%) E 3: 213 (+8.6%) / 108 (+6.7%); 213 (+8.3%) / 108 (+6.6%); 213 (+8.0%) / 107 (+6.3%); 213 (+7.8%) / 106 (+6.1%); 213 (+7.6%) / 106 (+6.0%) E 2: 213 (+9.2%) / 110 (+7.3%); 213 (+9.0%) / 109 (+7.1%); 213 (+8.7%) / 109 (+6.9%); 213 (+8.2%) / 107 (+6.5%); 213 (+7.8%) / 106 (+6.1%) E 1: 213 (+11.2%) / 113 (+8.7%); 213 (+11.0%) / 113 (+8.6%); 213 (+10.7%) / 113 (+8.4%); 213 (+10.3%) / 112 (+8.0%) Hinweis: Obere Werte entsprechen der Bruttostellung gemäß den Forderungen vom Februar 2018, untere Werte der Nettorechnung (Steuerjahr 2018, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer, keine Kinderfreibeträge). Es handelt sich um Monatswerte unter anteilsmäßiger Berücksichtigung der Sonderzahlung (Weihnachtsgeld).

Streik

Befristete Arbeitsniederlegungen und Aktionen starten nach Ende der Friedenspflicht

Mit dem Auslaufen der Friedenspflicht setzen vereinzelt befristete Streiks und Protestaktionen in verschiedenen Betrieben und Dienststellen ein. Die Gewerkschaft "komba" beteiligt sich ebenfalls mit unterstützenden Maßnahmen. Geplant sind unter anderem Warnstreiks bei Müllabfuhr, Nahverkehr, Jobcentern und Stadtwerken; diese sollen zunächst in den Städten Peine, Göttingen, Salzgitter und Augsburg durchgeführt werden. Zudem ist die Schließung von Kindertagesstätten vorgesehen. In Hamburg beschränken sich die ersten Schritte auf Streikmaßnahmen außerhalb regulärer Arbeitszeiten; hier findet heute eine Kundgebung statt.

Sonstiges

Gegenüberstellung der Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst (Bundes- und Kommunalebene) mit der Gesamtwirtschaft bzw.

Eine Analyse der Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen im Vergleich zur Gesamtwirtschaft beziehungsweise exemplarisch zum Bereich der Metall-Industrie verdeutlicht, wie stark sich die Lohngleichheit seit 1993 zulasten des öffentlichen Dienstes verändert hat. Innerhalb dieses Zeitraums stieg das durchschnittliche Tarifniveau der Gesamtwirtschaft um 73 % und jenes der Metall-Branche sogar um 88 %. Demgegenüber lag der Anstieg beim öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen bei lediglich 57 %. Da die Inflationsrate im selben Zeitraum 42 % betrug, belaufen sich die realen Gehaltssteigerungen im Geltungsbereich des TVöD zwischen 1993 und 2017 nur geringfügig über null. Weitere Vergleiche zur Gehaltsentwicklung TVöD

Verhandlung

Start der zweiten Verhandlungsrunde heute

Heute beginnt die zweite Verhandlungsrunde. Verdi und der DBB Beamtenbund und Tarifunion fordern unverändert eine Entgelterhöhung von 6,0 %, mindestens 200 Euro monatlich, eine Steigerung der Auszubildendenvergütung und Praktikantentgelte um 100 Euro pro Monat, die Wiedereinführung der Übernahmeregelung sowie eine Laufzeit des Tarifvertrags von 12 Monaten. Ein Angebot der Arbeitgeber liegt bislang nicht vor. Thomas Böhle, Präsident der Kommunalen Arbeitgeberverbände, bewertete die Forderungen als überhöht. Ebenso lehnte der Deutsche Landkreistag die Ansprüche der Gewerkschaften ab. Der Landratspräsident Reinhard Sager verwies darauf, dass daraus zusätzliche Kosten in Höhe von 6,5 Milliarden Euro entstünden, welche angesichts der Haushaltslage nicht tragbar seien. Infolgedessen gaben die Gewerkschaften bekannt, den Druck künftig zu verstärken. Der erste Verhandlungstag schloss ohne Ergebnis ab.

Pressemitteilung

Zweiter Tag der zweiten Runde ohne Ergebnis; weiterhin kein Angebot der Arbeitgeber

Auch am zweiten Tag der zweiten Verhandlungsrunde wurde kein gemeinsames Ergebnis erzielt, da die Arbeitgeberseite erneut kein konkretes Angebot unterbreitete. Die Gewerkschaftsvertreter äußerten Unverständnis darüber. Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender des Deutschen Beamtenbundes dbb, führte aus: "Wenn die Arbeitgeber in diesem Tempo weiterverhandeln, dann dauert dieser Abschluss länger, als die Bundestagsparteien für die Regierungsbildung benötigen." Thomas Böhle, Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände VK, betonte hingegen eine Annäherung der Positionen: "Bezüglich der Forderung nach einer linearen Erhöhung von 6 Prozent für 12 Monate sowie eines Mindestbetrages von 200 Euro bestehen noch große Differenzen. Dennoch gehen wir davon aus, dass wir in der nächsten Runde einen Kompromiss finden werden. Bislang verliefen die Gespräche insgesamt konstruktiv" Quellen: Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di, Pressemitteilung des Deutschen Beamtenbundes - dbb, Pressemitteilung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände - VKA

Streik

VKA hält angekündigte Warnstreiks für verhandlungsirrelevant: Aussage von VKA-Präsident Dr.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände betrachtet die geplanten Warnstreiks als ohne Einfluss auf den laufenden Verhandlungsprozess. Dazu erklärte VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle: "Der durch die Gewerkschaften befeuerte Konflikt belastet weniger die Arbeitgeberseite als vielmehr die Bevölkerung."

Streik

Warnstreiks vor dritter Verhandlungsrunde landesweit intensiviert

Vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde nehmen die Warnstreiks in ganz Deutschland an Intensität zu. Die Schwerpunktregionen befinden sich in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.

Einigung

Seehofer lehnt Forderungen ab und unterstreicht Bereitschaft zur Einigung vor Beginn der dritten Runde

Am Vorabend der dritten Verhandlungsphase wies Bundesinnenminister Seehofer (CSU) die Anforderungen der Gewerkschaften zurück. Gleichzeitig hob er die Bestrebungen der Arbeitgeberschaft hervor, eine gemeinsame Basis zu schaffen. In derselben Phase drohte ver.di-Chef Frank Bsirske damit, zusätzliche Arbeitskampfmaßnahmen einzuleiten, falls in dieser Sitzung keine konkreten Ergebnisse erzielt würden.

Einigung

Start der dritten Runde; Seehofer signalisiert Angebot, Bsirske erwartet schnellen Kompromiss

Heute nahm die dritte Gesprächsrunde ihren Anfang. Bundesinnenminister Seehofer (CSU) kündigte ein konkretes Vorschlagspaket seitens der Arbeitgeber an. Parallel dazu prognostizierte ver.di-Funktionär Bsirske eine rasche Lösung: Angesichts der aktuellen Signale bestehe gute Aussicht, in diesem Durchgang einen stabilen Ausgleich zu finden. Aktualisierung 23:00 Uhr: Aus Teilnehmerkreisen ging hervor, es hätten sich Fortschritte in Teilaspekten ergeben. Des Weiteren seien spezielle Gremien eingerichtet worden, um diverse Szenarien zur Lohnentwicklung detailliert durchzuarbeiten.

Einigung

Wiederaufnahme der Gespräche mittags; Bsirske spricht von komplexen Herausforderungen

Die Besprechungen sollten heute um 12:00 Uhr wieder aufgenommen werden. Gewerkschaftschef Bsirske äußerte hierzu: „Es gibt Komplikationen, und wir müssen sehen, wie wir sie bewältigen.“ Nachrichtenlage gegen 20:30 Uhr: Laut bisherigen, noch unverifizierten Berichten bewegen sich beide Seiten hin zu einer Mittelweg-Lösung. Für den kommenden Dienstag wird mit einem finalen Deal gerechnet.

Einigung

Fortführung der heutigen Tarifgespräche

Die laufenden Tarifverhandlungen wurden heute weitergeführt. Um 16:00 Uhr hieß es aus informierten Kreisen, man plane, die Gespräche um einen zusätzlichen Tag auszudehnen. Gegen 18:30 Uhr meldeten Beobachter, es sei ein Ergebnis erzielt worden. Demnach solle die Vergütung in mehreren Etappen steigen und die gesamte Struktur der Entgelttabelle modifiziert werden. Konkrete Einzelheiten lagen zunächst noch nicht vor. Um 20:00 Uhr berichteten Medien über folgende Zahlen: Eine Steigerung um +3,19 % zum 01.03.2018, um +3,09 % zum 01.04.2019 sowie um +1,06 % zum 01.03.2020. Zudem werde eine Pauschalzahlung von 250 € für die Gruppen E 1 bis E 6 diskutiert – diese Angaben waren jedoch noch nicht offiziell bestätigt. Bis 22:00 Uhr bestätigte man zwar grundsätzlich die Einigung, stellte jedoch klar, dass die genannten Prozentzahlen Durchschnittswerte darstellen. Die Überarbeitung der Tabellenstruktur sei umfangreich und benötige noch Zeit. Kurz nach Mitternacht (23:00 Uhr) zeigte sich, dass die kommunalen Arbeitgeberverbände die Vereinbarung offenbar nur teilweise unterstützen, was neue Runden erforderlich machte. Beispielhafte Kalkulation einer linearen Erhöhung basierend auf 3,19 % / 3,09 % / 1,06 %: Vom 01.03.2018 bis 31.03.2019 (+3,19 %); vom 01.04.2019 bis 29.02.2020 (+3,09 %); vom 01.03.2020 bis 31.08.2020 (+1,06 %). Hinweis: Diese exemplarischen Berechnungen dürften niemals rechtlich wirksam werden. Erstens war zum Zeitpunkt der Publikation die Verhandlungslage noch offen, zweitens ist eine uniforme Steigerung über alle Ebenen ausgeschlossen. Diese Darstellungen sind lediglich als provisorischer Zwischenstand zu werten.

Verhandlung

Frühmorgendliche Einigung der Tarifpartner auf den TVöD-Tarifabschluss 2018

In den frühen Morgenstunden haben sich die verhandelnden Parteien auf einen Abschluss des TVöD 2018 geeinigt. Im Rahmen dieses Vertrags kommt es erstmals zu keiner linearen Anpassung der Entgelte; stattdessen gelten spezifische Erhöhungswerte für jede einzelne Entgeltgruppe und Stufe. Die vereinbarten Parameter lauten wie folgt: Zum 01.03.2018 beträgt die Erhöhung mindestens +2,9 % und maximal +5,7 %. Zusätzlich wird eine einmalige Zahlung von 250 € für die Entgeltgruppen E 1 bis E 6 festgelegt. Am 01.04.2019 erfolgt eine weitere Anhebung zwischen mindestens +2,8 % und höchstens +5,4 %. Ab dem 01.03.2020 steigt das Entgelt um mindestens +0,96 %, aber nicht mehr als +1,8 %. Die Laufzeit umfasst 30 Monate (2,5 Jahre), beginnend am 01.03.2018 und endend am 31.08.2020. Zur Übersicht: Das vorläufige Tarifergebnis TVöD 2018 sieht folgende gültige Zeiträume und Werte vor: Für TVöD VKA und TVöD Bund gilt ab dem 01.03.2018 eine Mindeststeigerung von 2,9 %, gültig bis zum 31.03.2019 (Tabelle 2018). Ab dem 01.04.2019 erhöht sich der Satz auf mindestens 2,8 %, gültig bis zum 29.02.2020 (Tabelle 2019). Vom 01.03.2020 an liegt der Wert bei mindestens 0,96 %, gültig bis zum 31.08.2020 (Tabelle 2020). Der prozentuale Ansatz zur Herabsetzung der Jahressonderzahlung im Bereich VKA 2018 wurde mit 3,19 % angesetzt. Folgende Regelungen greifen: Ab dem 01.03.2018 (+3,19 %) bis 31.03.2019 (TVöD SuE, TVöD-P, TV-V); ab dem 01.04.2019 (+3,09 %) bis 29.02.2020; sowie ab dem 01.03.2020 (+1,06 %) bis 31.08.2020. Für TVöD-SuE und TVöD-P (ausgenommen TV-V) ist der Prozentsatz zur Senkung der Jahressonderzahlung 2018 ebenfalls mit 3,19 % kalkuliert. Beachten Sie, dass der TVöD-P 2019 bereits rückwirkend ab dem 01.03.2019 Anwendung findet.

Pressemitteilung

Reaktionen auf den Abschluss: Aussagen von Politikern, Gewerkschaftern und Medien

Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte: „Für die Beschäftigten steht eine deutliche Lohnerhöhung sowie strukturelle Verbesserungen bereit. Besonders begrüßen wir die Möglichkeit, gezielte Entgelterhöhungen vorzunehmen, was den öffentlichen Dienst weiter attraktiv macht.“ Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di, sagte: „Dieses Ergebnis zielt darauf ab, den gesamten öffentlichen Dienst attraktiver zu gestalten. [...] Qualifizierte Arbeitskräfte, gute Arbeit und angemessene Bezahlung gehören zusammen.“ Ulrich Mägde (SPD), Oberbürgermeister von Lüneburg, kritisierte: „Der Abschluss ist überhöht, dies ist klar. Viele Bürgerinnen und Bürger werden die Auswirkungen bei den Gebühren bemerken. Daher kann ich die Freude darüber nicht teilen.“ Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bemerkte: „Von besonderem Interesse am neuen Tarifvertrag sind die mehreren strukturellen Änderungen. Hinzu kommt, dass es mit Seehofer offenbar wieder einen Bundesinnenminister gibt, der den öffentlichen Dienst aktiv gestalten möchte und sich dabei von vermeintlich knausrigen Kassenprüfern des Finanzministeriums nicht einschränken lässt.“ Die Südwest Presse schrieb: „Mit einer mehrstufigen Erhöhung von über 7 Prozent fällt das Ergebnis erheblich aus. In höheren Entgeltgruppen, insbesondere dort, wo Personalmangel herrscht, bedeutet dies am Ende Mehreinnahmen von 300 bis 400 Euro. Dies ist ein wesentlicher Schritt, um den Lohnunterschied zur freien Wirtschaft nicht weiter wachsen zu lassen. [...] Als Ausgleich für diese Großzügigkeit forderten die Arbeitgeber jedoch Bedingungen. Mit einer Laufzeit von 30 Monaten ist sie ungewöhnlich lang. Stabilität gegen finanzielle Aufwendungen war hier das Leitmotiv.“ Die Wirtschaftswoche stellte fest: „Für den Verdi-Vorsitzenden handelt es sich um seinen letzten Tarifabschluss für Bund und Kommunen, bevor der Gewerkschaftstag im kommenden Jahr über seine Nachfolge berät. Bsirske und seine Gegenüber haben erneut bewiesen, dass Tarifpolitik tragfähige Lösungen für komplexe Probleme finden kann. Dennoch ist der Abschluss kein Vollkommenheitswerk. Gerade für seine Kernbelegschaft in den unteren Einkommensklassen konnte er weniger erreichen als erhofft.“ Die Tageszeitung taz bezeichnete den Abschluss als „solide, aber nicht revolutionär“. Übersicht der Pressemitteilungen der beteiligten Parteien: - Pressemitteilung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) - Pressemitteilung des Bundesministeriums des Innern - Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di - Pressemitteilung des Deutschen Beamtenbundes (dbb)

Sonstiges

Prozentuale Steigerung TVöD VKA: Vergleiche zwischen den Jahren 2017/2018 und 2017/2020

Tabellarische Übersicht der prozentualen Erhöhungen für den TVöD VKA. Tabelle 'Vergleich nach 2018' (Spalten: Jahr 1 bis 6): E 15: 4.65%, 2.89%, 4.39%, 2.89%, 2.89%, 2.89% E 14: 4.65%, 2.89%, 3.97%, 4.10%, 2.89%, 2.94% E 13: 4.64%, 3.44%, 4.82%, 4.25%, 2.89%, 2.89% E 12: 4.61%, 4.41%, 3.16%, 3.25%, 2.89%, 2.89% E 11: 4.56%, 4.22%, 4.73%, 4.00%, 2.89%, 2.89% E 10: 4.50%, 3.45%, 3.84%, 4.47%, 2.89%, 2.89% E 9c: 4.51%, 4.05%, 3.23%, 3.68%, 2.99%, 3.61% E 9b: 5.70%, 4.41%, 4.15%, 3.93%, 2.85%, 3.03% E 9a: 3.98%, 2.85%, 2.89%, 2.85%, 2.85%, 2.86% E 8: 4.43%, 2.89%, 2.89%, 3.07%, 3.19%, 2.99% E 7: 4.41%, 3.55%, 2.89%, 2.89%, 3.25%, 2.89% E 6: 4.40%, 2.98%, 2.89%, 2.89%, 3.44%, 3.09% E 5: 4.38%, 3.01%, 2.89%, 2.89%, 3.26%, 3.16% E 4: 4.37%, 3.20%, 3.02%, 3.02%, 3.02%, 3.02% E 3: 4.37%, 3.49%, 3.13%, 3.13%, 3.13%, 3.13% E 2: 4.34%, 3.82%, 3.43%, 3.43%, 3.43%, 3.43% E 1: 4.34%, 4.34%, 4.34%, 4.34%, 4.33% (Letzte Spalte unvollständig in Quelle) Durchschnittswert: 3,19% Legende Bewertung: schlechter als der Durchschnittswert / entspricht in etwa dem Durchschnittswert / besser als der Durchschnittswert / deutlich besser als der Durchschnittswert Hinweis: Die in der Tarifrunde 2016 vereinbarte Senkung der Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) für das Jahr 2018 wurde aus Gründen der Vergleichbarkeit in diesen Tabellen nicht eingerechnet. Tabelle 'Vergleich nach 2020' (Spalten: Jahr 1 bis 6): E 15: 10.95%, 6.80%, 10.33%, 6.80%, 6.80%, 6.80% E 14: 10.93%, 6.80%, 9.34%, 9.64%, 6.80%, 6.91% E 13: 10.92%, 8.09%, 11.34%, 9.99%, 6.80%, 6.80% E 12: 10.86%, 10.38%, 7.43%, 7.65%, 6.80%, 6.80% E 11: 10.73%, 9.92%, 11.14%, 9.41%, 6.80%, 6.80% E 10: 10.60%, 8.12%, 9.04%, 10.51%, 6.80%, 6.80% E 9c: 10.61%, 9.54%, 7.59%, 8.65%, 7.05%, 8.50% E 9b: 13.41%, 10.37%, 9.76%, 9.24%, 6.70%, 7.13% E 9a: 9.36%, 6.70%, 6.79%, 6.70%, 6.70%, 6.72% E 8: 10.42%, 6.80%, 6.80%, 7.23%, 7.51%, 7.02% E 7: 10.37%, 8.35%, 6.80%, 6.80%, 7.65%, 6.80% E 6: 10.36%, 7.00%, 6.80%, 6.80%, 8.09%, 7.28% E 5: 10.30%, 7.08%, 6.80%, 6.80%, 7.66%, 7.44% E 4: 10.29%, 7.52%, 7.10%, 7.10%, 7.10%, 7.10% E 3: 10.27%, 8.22%, 7.36%, 7.36%, 7.36%, 7.36% E 2: 10.21%, 8.99%, 8.06%, 8.06%, 8.06%, 8.06% E 1: 10.20%, 10.20%, 10.20%, 10.20%, 10.20% (Fehlende Werte ergänzt bzw. wie angegeben dargestellt) Durchschnittswert: 7,5%

Sonstiges

Beginn der Redaktionsverhandlungen zu tariflichen Details im Rahmen des TVöD

Im Zuge der Tarifrunde TVöD wurden die Redaktionsverhandlungen aufgenommen, um die tariflichen Detailfragen festzulegen.

Sonstiges

Bekanntgabe der Zustimmung durch ver.di

ver.di teilt mit, dass die Mitgliederbefragung zum Tarifergebnis eine Zustimmungsquote von 80,52 % ergab. Im Anschluss an die Einigung hat die Tarifkommission der Gewerkschaft zugestimmt.

Sonstiges

Abschluss der Tarifrunde TVöD 2018

Die Verhandlungen der Tarifrunde TVöD 2018 sind beendet. Eine weitere Aktualisierung dieser Seite erfolgt nicht mehr. Die Berichterstattung zur nächsten Tarifrunde TVöD 2020 soll voraussichtlich im August 2020 beginnen.

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