Logo
TVöD Aktuell

Tarifrunde 2025

Laufzeit

01.01.2025 – 31.03.2027 (27 Monate)

Beschäftigte

2.500.000

Entgelterhöhungen

2026 +2,800 % Entgelterhöhung 2026: +2,8%
2025 +3,000 % mind. 110,00 € Entgelterhöhung 2025: +3,0% mindestens 110 €

Chronologie

Sonstiges

Forderungskatalog der Gewerkschaftsseite für die Tarifrunde TVöD 2025: Gehaltssteigerung um acht Prozent mit einem Mindestbetrag von 350 Euro sowie drei zusätzliche freie Tage

Die Vertretung der Beschäftigten hat den Forderungsansatz für die Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) im Jahr 2025 vorgelegt. Dieser umfasst eine Vergütungserhöhung in Höhe von acht Prozent beziehungsweise mindestens 350 Euro pro Monat. Darüber hinaus wird die Schaffung von drei zusätzlichen freien Tagen für sämtliche Mitarbeitenden gefordert; für gewerkschaftlich organisierte Mitglieder soll ein weiterer zusätzlicher freier Tag entstehen. Zudem ist eine Senkung der regulären Arbeitszeit auf 39 Stunden für Beamte vorgesehen sowie die Einrichtung eines Zeitkontos. Die beabsichtigte Geltungsdauer beträgt zwölf Monate. Für Auszubildende werden monatliche Mehrzahlungen von 200 Euro angemahnt.

Pressemitteilung

Abschluss der ersten Verhandlungsrunde ohne Vereinbarung

Die erste Verhandlungsrunde ist beendet worden, ohne dass ein gemeinsames Ergebnis erzielt wurde. Die Vertretung der Beschäftigten hält an ihrer Forderung nach einer Entgelterhöhung um 8 %, jedoch mindestens 350 € monatlich, fest. Vonseiten der Arbeitgeber erfolgte keine Angebotsvorlage. Dokumentiert sind dies durch Pressemitteilungen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI), der Gewerkschaft ver.di sowie des Deutschen Beamtenbundes und Tarifunion DBB.

Sonstiges

Tarifvergleich des öffentlichen Dienstes mit Inflations- und Lohnindikatoren seit 2019

Eine Gegenüberstellung der tariflichen Entwicklung im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen mit dem Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts (Inflationsmaßstab), dem Durchschnittsentgelt in der Rentenversicherung (Maßstab für Arbeitnehmerentgelte aller Branchen) sowie dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ab 2019 belegt einen deutlichen Aufholbedarf des öffentlichen Sektors innerhalb dieses Zeitraums.

Verhandlung

Erster Tag der zweiten Verhandlungsrunde bleibt ergebnislos

Wie prognostiziert führte der erste Sitzungstag der zweiten Verhandlungsrunde nicht zu einem Ergebnis.

Pressemitteilung

Vertagung der Tarifverhandlungen ohne Ergebnis auf den 14.

Die laufenden Tarifverhandlungen wurden ohne Abschluss auf den 14.03. verschoben. Vorliegende Stellungnahmen stammen von der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), der Gewerkschaft ver.di sowie vom Deutschen Beamtenbund und Tarifunion DBB.

Verhandlung

Start der dritten Verhandlungsrunde

Die dritte Runde der Tarifgespräche hat begonnen. Laut Berichten der ARD "Tagesschau" haben die Arbeitgeber signalisiert, eine Nullrunde bei einer Laufzeit von drei Jahren anstreben zu wollen.

Quelle
Verhandlung

Fortführung der Verhandlungen

Es erfolgt eine Weiterführung der Verhandlungen.

Schlichtung

VKA meldet Scheitern der Gespräche spät am Abend; Bund leitet Schlichtungsverfahren ein

Spät am Abend erklärte die VKA die Verhandlungen für gescheitert, woraufhin der Bund das Schlichtungsverfahren aktivierte. Als Schlichter wurde seitens der Arbeitgeber der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) vorgeschlagen, seitens der Arbeitnehmer der frühere Bremer Finanzstaatsrat Hans-Henning Lühr (SPD). Zuvor hatte die Gewerkschaftsseite eine Verlängerung der Gespräche um zwei zusätzliche Tage favorisiert, was jedoch von der Arbeitgeberseite zurückgewiesen wurde.对此 äußerte sich die VKA-Verhandlungsführerin Karin Welge (SPD): „Im Zuge des mehrwöchigen Schlichtungsverfahrens besteht Friedenspflicht. Dadurch werden den Bürgerinnen und Bürgern ab Mitte nächster Woche weitere Arbeitsniederlegungen erspart. Bei einer Verlängerung der Verhandlungszeit, welche unserer Einschätzung nach zu geringe Erfolgsaussichten bot, hätte dies anders ausgesehen.“ Der konkrete Inhalt des vorgelegten Arbeitgeberangebots bleibt zwischen den Parteien weiterhin vertraulich. Pressemitteilung der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände - VKA Pressemitteilung der Gewerkschaft ver.di Pressemitteilung des Deutschen Beamtenbundes und Tarifunion DBB

Schlichtung

Erste Zusammenkunft der Schlichtungskommission am Donnerstag mit Frist für Empfehlung innerhalb einer Woche

Am Donnerstag findet die erste Sitzung der Schlichtungskommission statt; ihr obliegt die Erstellung einer Empfehlung innerhalb von sieben Tagen. Für die Dauer des Schlichtungsverfahrens gilt „Friedenspflicht“, wodurch Streikmaßnahmen untersagt sind.

Einigung

Bericht der dpa: Kommission trifft sich am Montag zur Vorlage einer Einigungsempfehlung binnen einer Woche

Laut Mitteilung der Deutschen Presse-Agentur kommt die Schlichtungskommission am nächsten Montag zusammen und hat in einem Zeitraum von sieben Tagen eine Einigungsempfehlung vorzulegen. Die Tarifgespräche finden am 05.04. ihren Fortgang.

Einigung

Schlichtungskommission beginnt Sitzung an nicht offengelegtem Standort

Die Schlichtungskommission hält ab heute ihre Sitzungen an einem verdeckten Ort ab. Innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen ist sie verpflichtet, eine Einigungsempfehlung auszuarbeiten.

Schlichtung

Schlichtungsbericht veröffentlicht

Die Schlichtungskommission hat ihren Bericht vorgelegt: Laufzeit: 27 Monate (01.01.2025 bis 31.03.2027) Entgelte: - 01.04.2025: +3,0 %, Mindestbetrag 110 € - 01.05.2026: +2,8 % Jahressonderzahlung (Anpassung ab 2026): - VKA: 85 % für E 1 bis E 8; bei BT-K und BT-B 90 % - Bund: - E 1–E 8: Anhebung von 90 % auf 95 % - E 9a–E 12: Anhebung von 80 % auf 90 % - E 13–E 15: Anhebung von 60 % auf 75 % Freizeit: - Drei zusätzliche Urlaubstage können ab 2026 durch freiwilligen Verzicht auf Teile der Jahressonderzahlung genommen werden (nicht für BT-K/BT-B). - Ab 2027 gibt es für alle Angestellten einen extra Ferientag. Beschäftigungsdauer: - Optionale Steigerung der Wochenstunden auf maximal 42 bei Zuspruch des Arbeitgebers. Vergütung steigt proportional plus Bonus auf Basis des Grundlohns Stufe 3: - E 1–E 9b: 25 % - E 9c–E 15: 10 % Bezüge für besonderen Einsatz: - Nacht-/Wechselzuschläge steigen zum 01.07.2025: Normalzustellung von 40 € auf 100 €, Wechselzustellung auf 200 € (BT-K/BT-B: 250 €). - Dynamisierung dieser Zuschläge ab 2027. Regionale Parität: - Ausgleich regionaler Differenzen West/Ost beim Bund. Ausbildung/Studium/Praxis: - Zuwachs von 75 € per April 2025 und Mai 2026. TV-V-Tabelle aktualisiert. Beispieldaten für Berechnungen liegen vor, welche exemplarisch die Auswirkungen der Anpassungen zeigen (Nullrunde Jan-März 2025, dann prozentuale Schritte).

Schlichtung

Interne Kritik an der Akzeptanz der Schlichtungslösung

Innerhalb der Gewerkschaft ver.di formiert sich bereits Widerstand gegen die geplante Zustimmung zur Schlichtungsempfehlung. Das Bündnis „Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di“ kritisiert insbesondere die vorgeschlagene lange Vertragslaufzeit von 27 Monaten, die moderate Gehaltserhöhung sowie die Einführung einer optionalen Verlängerung der regulären Wochearbeitzeit auf 42 Stunden.

Schlichtung

Überblick über Forderungen und Ergebnisse

Die nachfolgende Tabelle listet die Forderungen der Gewerkschaft ver.di bezüglich der Entgelte in verschiedenen Tarifrunden gegenüber dem später erreichten Ergebnis auf. Dabei wurde stets eine Laufzeit von 12 Monaten verlangt; daher zeigt die Darstellung jeweils das Ergebnis für das erste Jahr der jeweiligen Runde. Zudem sind die Anzahl der Nullmonate („Nm“) am Anfang der Laufzeit ausgewiesen. Es werden ausschließlich entgeltausweisbare Bestandteile berücksichtigt, einmalige Zahlungen finden sich unter „H“ (Hinweise). Vergleich der gewerkschaftlichen Forderungen mit dem Endstand: Jahr | Tarif | Forderung 1. Jahr | Ergebnis 1. Jahr | Nm | H | R | S | St 2023 | TV-L | +10,5% | 0 | 13 | 3 | / | / | 2023 | TVöD | +10,5% | 0 | 14 | 4 | S | / | 2021 | TV-L | +5,0% | 0 | 14 | 3 | / | / 2020 | TVöD | +4,8% | +1,4% | 8 | 3 | / | / 2019 | TV-L | +6% | +3,01% | 0 | 3 | / | / 2018 | TVöD | +6% | +3,19% | 0 | 3 | / | / 2017 | TV-L | +6% | +2,0% | 0 | 3 | / | / 2016 | TVöD | +6% | +2,4% | 0 | 3 | / | / 2015 | TV-L | +5,5% | +2,1% | 2 | 4 | / | / 2014 | TVöD | +100 € | +3,5% | +3,0% | 0 | 3 | / | / 2013 | TV-L | +6,5% | +2,65% | 0 | 3 | / | / 2012 | TVöD | +6,5% | +3,5% | 0 | 3 | / | / 2011 | TV-L | +50 € | +3% | +1,5% | 3 | 3 | / | / 2010 | TVöD | +5% | +1,2% | 0 | 3 | S | / Legende: Da die Gewerkschaften ihre Forderungen immer nur für ein einzelnes Laufzeitjahr stellten, wird hier ebenfalls nur dieses Jahr abgebildet. Nm steht für Nullmonate, H für Hinweise bzw. Folgejahre, R für Verhandlungsrunden, S für Schlichtung und St für Streik.

Schlichtung

Start der vierten Verhandlungsrunde in Potsdam

In Potsdam hat heute die vierte Runde der Tarifverhandlungen begonnen. Aufgrund der inzwischen vorliegenden Schlichtungsempfehlung geht man davon aus, dass kurzfristig ein tarifliches Ergebnis erzielt wird. Um 21:00 Uhr kommen die führenden Vertreter beider Seiten im engen Kreis zusammen.

Einigung

Abschluss der Tarifeinigung

Die Tarifpartner haben sich geeinigt. Die Vereinbarung basiert weitgehend auf der Schlichtungsempfehlung vom 28.03.: Laufzeit: 27 Monate (01.01.2025 bis 31.03.2027) Entgelte: - Zum 01.04.2025: Erhöhung um 3,0 %, mindestens jedoch 110 € - Zum 01.05.2026: Erhöhung um 2,8 % Jahressonderzahlung (Erhöhung ab 2026): - VKA: 85 % in den Entgeltgruppen E 1 bis E 8; nur bei BT-K und BT-B 90 % - Bund: - E 1 bis E 8: von 90 % auf 95 % - E 9a bis E 12: von 80 % auf 90 % - E 13 bis E 15: von 60 % auf 75 % Urlaub: - Ab 2027 erhalten alle Beschäftigten einen zusätzlichen Urlaubstag. - Ab 2026 können drei zusätzliche Urlaubstage durch freiwillige Verringerung der Jahressonderzahlung erworben werden (ausgenommen BT-K und BT-B). Arbeitszeit: - Eine freiwillige Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 42 Stunden ist möglich, sofern der Arbeitgeber zustimmt. Das Entgelt steigt entsprechend zuzüglich eines Zuschlags auf das Tabellenentgelt der Stufe 3 der jeweiligen Entgeltgruppe: - E 1 bis E 9b: 25 % - E 9c bis E 15: 10 % Zulagen: - Schichtzulage: Erhöhung von 40 € auf 100 € zum 01.07.2025. - Wechselschichtzulage: Erhöhung auf 200 € zum 01.07.2025; im Bereich BT-K und BT-B auf 250 €. - Ab 2027 werden die Zulagen für Schichtarbeit und Wechselschichtarbeit dynamisiert. Weitere Punkte: - Angleichung der Unterschiede zwischen den Tarifgebieten West und Ost im Bereich des Bundes. - Auszubildende, Studenten und Praktikanten: +75 € zum 01.04.2025 und +75 € zum 01.05.2026. - TV-V: Neufassung der Tabellen. Für den Bund gilt für E 1 Stufe 2 ab dem 01.05.2026 ein Betrag von 2.543,55 € (+9 €). ver.di stellt die Abweichungen zwischen der Schlichtungsempfehlung und dem finalen Tarifergebnis übersichtlich dar: Wesentlich wird die Empfehlung übernommen. Präzisiert wurde der Punkt zum zusätzlichen Urlaubstag für Auszubildende, die freiwillige Arbeitszeitverlängerung für Mitarbeiter in der Probezeit wurde ausgeschlossen sowie ein Sonderkündigungsrecht der Tarifparteien zum 31.12.2029 ergänzt. Reaktionen: Karin Welge (SPD), Verhandlungsführerin der Kommunen (VKA): „Nachhaltiger Kompromiss, der sowohl den Interessen der kommunalen Arbeitgeber als auch der Beschäftigten gerecht wird.“ Nancy Faeser (SPD), Bundesinnenministerin: „Wir machen die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst flexibler, moderner und attraktiver.“ Volker Geyer, Verhandlungsführer des Deutschen Beamtenbundes (DBB): „Es ist zentral, dass die von uns geforderten Komponenten lineare Erhöhung, soziale Komponente, Arbeitszeitsouveränität und Entlastung alle Teil des Abschlusses sind. In dieser Einigung kann sich jede und jeder wiederfinden.“ Frank Werneke, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di: „Niemand kann gedrängt werden, mehr zu arbeiten - das ist Teil der Tarifvereinbarung. Und: Wer freiwillig mehr arbeitet, erhält für die zusätzlichen Stunden einen Aufschlag.“ Ver.di plant erstmals keine Urabstimmung zur Annahme des Ergebnisses, sondern lediglich eine Mitgliederbefragung.

Quelle
Einigung

Reaktionen von Politik, Verbänden und Medien auf den Abschluss

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erklärte: „Wir haben einen Tarifabschluss erreicht, der in schwierigen Zeiten einen guten Ausgleich bringt.“ Frank Werneke, ver.di-Vorsitzender, sagte: „Es ist ein schwieriges Ergebnis in schwierigen Zeiten.“ Volker Geyer, stellvertretender dbb-Bundesvorsitzender und Fachvorstand Tarifpolitik, betonte: „Es ist zentral, dass die von uns geforderten Komponenten lineare Erhöhung, soziale Komponente, Arbeitszeitsouveränität und Entlastung alle Teil des Abschlusses sind. In dieser Einigung kann sich jede und jeder wiederfinden.“ Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, merkte an: „Jeder Tarifabschluss ist ein Kompromiss, dieser auch. Aber er ist für viele Städte ein ziemlich harter Brocken in schwierigen Zeiten.“ Mischa Woitscheck, Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetages (SSG), fragte erneut nach dem Sinn der Verhandlungsgemeinschaft mit dem Bund: „Während die Kommunen die Mehrkosten des Tarifabschlusses weitgehend selbst tragen müssen, kann der Bund seine Mehrausgaben durch seinen Anteil von 42,5 % am zusätzlichen Einkommenssteueraufkommen kompensieren. Das erklärt das aus unserer Sicht erneut große Entgegenkommen der Bundesinnenministerin.“ Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb: „In den Gewerkschaften kämpfen noch immer viele Funktionäre für kollektive Arbeitszeitverkürzung [...] Nun wird einfach mal erprobt, ob es nicht auch Beschäftigte gibt, die individuell etwas anderes wollen, falls das mehr Geld bringt.“ Die Mitteldeutsche Zeitung stellte fest: „Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst ist glimpflicher ausgegangen als zunächst zu befürchten war. [...] Nun schießt der Staat zwar bald Geld aus allen Rohren, doch das muss vorrangig in Straßen, Schienen, Forschung und Verteidigung fließen. Mit Krediten höhere Gehälter zu bezahlen, wäre keine gute Idee.“ Die Süddeutsche Zeitung bemerkte: „Während die Beschäftigten nun also erneut mehr Geld erhalten [...] dürften sich zumindest manche von ihnen zugleich um ihren Job sorgen. Die Union liebäugelt mit Einsparungen im öffentlichen Dienst des Bundes. Die Rede ist davon, dass zukünftig 15 Prozent der dortigen Stellen wegfallen könnten, um Kosten zu senken. Ob es wirklich so kommt, wird man wissen, wenn der schwarz-rote Koalitionsvertrag steht.“ Die Bild-Zeitung meinte: „Wie wichtig die Arbeit der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst ist, haben uns die Streiks der vergangenen Wochen gezeigt: Wenn in Kitas oder bei der Müllabfuhr nichts mehr geht, sind wir ziemlich aufgeschmissen. Deshalb ist es richtig, dass die Beschäftigten mehr Lohn erhalten! Es wäre gut, wenn ganz viele Beschäftigte genau das jetzt tun: zwei Stunden länger anpacken fürs Land.“ Die Berliner Morgenpost urteilte: „Viele Städte und Gemeinden sind hoch verschuldet und können zusätzliche Kosten kaum schultern. Dort wird gespart, bis es quietscht. Diese Kommunen stecken in einer Zwickmühle. Schränken sie die Leistungen für die Bürger ein, nimmt der Ärger über 'die da oben' weiter zu. Stimmen sie Tariferhöhungen nicht zu, droht Streik an Stellen, die Bürgerinnen und Bürger besonders stark spüren.“ Die Thüringer Allgemeine resümierte: „Der weiße Rauch, der sprichwörtlich gestern gegen Mittag aus dem Verhandlungsgebäude in Potsdam aufstieg, dürfte bei vielen Menschen für Erleichterung gesorgt haben. Unvergessen sind die Müllberge auf den Bürgersteigen vor so vielen Häusern in den letzten Wochen und die schier überquellenden Papierkörbe in den Innenstädten.“

Sonstiges

Informationen zur Jahressonderzahlung und flexiblen Arbeitszeitoption

Informationsmaterialien erläutern die Erhöhung der Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) sowie die Option, diese Leistung stattdessen in Urlaubstage umzuwandeln. Zudem werden Details zur freiwilligen Verlängerung der regulären wöchentlichen Arbeitszeit vorgestellt.

Pressemitteilung

Kritik am Tarifergebnis durch innergewerkschaftliches Netzwerk

Das Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di übt Kritik an dem erreichten Tarifergebnis. Man argumentiert, es führe zu Reallohnverlusten, und bezweifelt die Freiwilligkeit der Möglichkeit zur Arbeitszeitverlängerung auf 42 Stunden pro Woche. In einer Pressemitteilung heißt es: „Wir wissen alle, was 'freiwillig' in diesem System bedeutet: faktischer Zwang, erzwungen durch Arbeitszeitverdichtung.“

Quelle
Sonstiges

Verzicht auf verbindliche Urabstimmung bei ver.di

In der aktuellen Tarifrunde verzichtet die Gewerkschaft ver.di auf eine Urabstimmung, also einen bindenden Mitgliederbeschluss zur Übernahme der Einigung. Stattdessen wurde lediglich eine unverbindliche Befragung unter den Mitgliedern durchgeführt.

Sonstiges

Bundestarifkommission der Gewerkschaft ver.di billigt Tarifergebnis

Die Bundestarifkommission der Gewerkschaft ver.di hat zugestimmt, das erzielte Tarifergebnis anzunehmen. Vorher hatte sich in einer unverbindlichen Mitgliederbefragung eine knappe Mehrheit von 52,2 % für die Annahme entschieden. Ver.di-Vorsitzender Frank Werneke kommentierte: „Das Ergebnis der Mitgliederbefragung zeigt ein realistisches Bild zu der Stimmungslage angesichts des Tarifabschlusses. Es gibt Akzeptanz, aber auch Kritik.“

Schlichtung

Ablauf der Widerrufsfrist macht Tarifeinigung endgültig verbindlich

Mit dem heutigen Tag endet die Erklärungsfrist zum Widerruf der Tarifeinigung. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) erklärt hierzu: "Nach Abschluss der Mitgliederbefragung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist das am 6. April 2025 nach intensiven Verhandlungen und einem Schlichtungsverfahren erzielte Tarifergebnis nun endgültig verbindlich."

Sonstiges

Verlängerung der Redaktionsverhandlungen verzögert Auszahlungen laut Gewerkschaften

Laut Angaben der Gewerkschaften dauern die Redaktionsverhandlungen weiterhin an. Infolgedessen haben zahlreiche Dienststellen noch nicht mit der Auszahlung der erhöhten Bezüge begonnen, weder vollständig noch als Abschlag.

Sonstiges

Redaktionsverhandlungen beendet und Erklärungsfrist festgelegt

Die Redaktionsverhandlungen wurden abgeschlossen. Für die Erklärung wurde eine Frist bis zum 28.07. vereinbart.

Sonstiges

Änderungstarifvertrag Nr. 22 TVöD online verfügbar

Der Änderungstarifvertrag Nr. 22 TVöD (vorläufig ausschließlich für den Bereich Bund) kann jetzt auf der Seite zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) abgerufen werden.

Einigung

Bundesministerium des Innern bestätigt Schlusszeichnung der Tarifvertragstexte

Das Bundesministerium des Innern hat die erfolgte Schlusszeichnung der Tarifvertragstexte zur Tarifeinigung vom 06.04.2025 bekanntgegeben.

Zurück zur Übersicht